Suzuki/Subaru Autohaus Pohlmann rutscht in die Insolvenz

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

Das Suzuki- und Subaru-Autohaus Pohlmann aus dem Münsterland sucht Investoren für seine zwei verbleibenden Standorte in Beckum und Lippstadt. Die rückläufige Ertragslage und verfehlte Herstellerboni haben das Unternehmen in Schieflage gebracht.

Der Standort Beckum ist einer von zwei Betrieben des Autohauses Pohlmann, an denen der Betrieb weiterlaufen soll. (Bild:  Autohaus Pohlmann)
Der Standort Beckum ist einer von zwei Betrieben des Autohauses Pohlmann, an denen der Betrieb weiterlaufen soll.
(Bild: Autohaus Pohlmann)

Das Autohaus Pohlmann mit Stammsitz aus Oelde hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Schritt sei nach „sorgfältiger Analyse der wirtschaftlichen Situation“ notwendig geworden, heißt es in einer Pressemitteilung der Münsteraner Kanzlei Michels, die mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung beauftragt wurde.

Das Autohaus, das Vertragshändler der beiden Fabrikate Suzuki und Subaru ist, sei in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert gewesen. Neben der insgesamt rückläufigen Ertragslage im Automobilhandel hätten den Betrieb „insbesondere nicht in dem erwarteten Umfang realisierte Herstellerboni“ belastet.

Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen sei es nicht gelungen, die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu stabilisieren. Unter anderem wurde der ehemalige Standort Versmold Ende März 2026 geschlossen. Außerdem wird Ende Juli 2026 der Standort Oelde-Lette eingestellt. Pohlmann will sich somit auf die verbliebenen beiden Standorte in Beckum und Lippstadt konzentrieren, an denen der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt werden soll. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien bis Ende August durch das Insolvenzgeld gesichert.

„Die Antragstellung ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Sie eröffnet uns die Möglichkeit, die Zukunft des Unternehmens geordnet neu auszurichten und tragfähige Perspektiven für unsere Standorte sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen“, wird die Geschäftsführung in der Pressemitteilung zitiert.

Pohlmann sucht Investoren für Beckum und Lippstadt

Zu den Erfolgsaussichten erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Marcus Vorast auf Anfrage von »kfz-betrieb«, man habe mit der Unterstützung eines professionellen Beraters einen Mergers & Acquisitions-Prozess aufgesetzt, sprich eine Investorensuche gestartet. Es seien bereits einige positive Rückmeldungen erfolgt. Parallel arbeite man auch an einer möglichen Lösung mit dem aktuellen Geschäftsführer. Ob am Ende aus einem der beiden Prozessen eine tragfähige Lösung entsteht, muss sich noch zeigen. Das Autohaus Pohlmann beschäftigt Vorast zufolge derzeit 16 Mitarbeiter (zzgl. des geschäftsführenden Gesellschafters) und vermarktet jährlich zwischen 300 und 400 Fahrzeuge.

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