Batterietest
Ab 90.000 Kilometern sinkt der SoH deutlich
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Bei der Ermittlung des State of Health von Antriebsbatterien arbeitet der TÜV Nord jetzt mit dem Fahrzeugdaten-Lieferanten Carly zusammen. Carly hat nun die ersten 50.000 Tests ausgewertet – und überraschende Ergebnisse erzielt.
Fachleute wissen längst, dass Elektroautobatterien viel länger halten, als es zu Beginn der E-Mobilitäts-Ära prognostiziert wurde. Auch nach jahrelanger Nutzung und bei Fahrleistungen deutlich über 100.000 Kilometern erfreuen sich viele Akkus bester Gesundheit – ausgedrückt in einem SoH-Wert (State of Health) von 90 oder mehr Prozent. Das bedeutet: Mindestens 90 Prozent der ursprünglichen Batteriekapazität und damit Reichweite sind noch vorhanden. Trotzdem ist es immer wieder interessant, wenn Anbieter von Batterietests einmal über viele Fahrzeuge, Alters- und Kilometerkohorten hinweg Auswertungen fahren (und diese auch veröffentlichen). So wie aktuell der Fahrzeugdaten-Spezialist Carly, der unter anderem für den TÜV Nord eine Onboard-Fahrzeugdiagnose-App programmiert hat, die seit Kurzem auch den SoH ermitteln kann.
50.000 Batterietests hat Carly bislang durchgeführt und ausgewertet. Zuerst die gute Nachricht: Der Median der ermittelten SoH-Werte liegt bei 96 Prozent. Allerdings fanden die Prüfer auch bei knapp zehn Prozent der untersuchten Batterien Werte von unter 85 Prozent, bei 5,5 Prozent waren als unter 80 Prozent. Und das ist dann schon ein erheblicher Rückgang der Batterieleistung, wenn auch noch weit entfernt von den 70 Prozent, die eine Batterie bei den Herstellern zum Garantiefall machen.
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