Absatz der Top-100-Gruppen war 2018 rückläufig

Gut drei Prozent weniger Besitzumschreibungen

| Autor: Jens Rehberg

Mit 16 Prozent Zuwachs bei den Gesamtverkäufen im vergangenen Jahr steht die Wahl-Gruppe in Siegen jetzt auf Rang 19 der großen deutschen Autohändler.
Mit 16 Prozent Zuwachs bei den Gesamtverkäufen im vergangenen Jahr steht die Wahl-Gruppe in Siegen jetzt auf Rang 19 der großen deutschen Autohändler. (Bild: Wahl)

Der Wachstumstrend der 100 größten deutschen Autohandelsgruppen ist 2018 gerissen. Zu diesem Ergebnis kommt das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Rahmen seiner jährlichen Händlergruppen-Analyse. Demnach ist der Neuwagenabsatz der Top-100-Gruppen bei einem nahezu stagnierenden Gesamtmarkt 2018 um 2,8 Prozent auf rund 711.000 Einheiten zurückgegangen. Damit verkaufen die großen 100 immer noch ein gutes Fünftel des Neuwagenvolumens hierzulande.

Auch im Gebrauchtwagengeschäft ging das Volumen der größten Gruppen im vergangenen Jahr zurück: Bei einem um 1,4 Prozent rückläufigen Gesamtmarkt sank die Zahl der vermarkteten Gebrauchtfahrzeuge um 3,1 Prozent im Vergleich zu 2017.

Trotz des geschrumpften Absatzvolumens stieg der Gesamtumsatz der Top-100-Gruppen im vergangenen Jahr um knapp drei Prozent. Es fehlen in der Analyse jedoch die Zahlen der Emil-Frey-Gruppe – des zweitgrößten deutschen Autohändlers. Das Unternehmen kommuniziert nach wie vor keine konkreteren Informationen zur Geschäftslage.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Während der Mitarbeiterstand im deutschen Kfz-Gewerbe 2018 insgesamt um 1,9 Prozent zurückgegangen ist, hatten die 100 Großen 3,3 Prozent mehr Personal in ihren Autohäusern als im Vorjahr. Trotzdem ist das Thema Recruiting für die Führungskräfte der großen Gruppen das Feld, auf dem sie den größten Handlungsdruck verspüren. Erst danach kommen die Themenkomplexe Kundenbeziehung und Lead-Management sowie interne Prozesse und die Digitalisierung.

Neben den wesentlichen Kennzahlen der 100 größten Händlergruppen (Verkauf, Umsatz, Mitarbeiter) enthält die IFA-Studie auch detailliertere Analysen zu den Top- 20-Händlergruppen, Daten zur längerfristigen Entwicklung der Gruppenunternehmen in Deutschland. Außerdem haben sich die IFA-Experten mit den Zukunftsfeldern des Automobilhandels beschäftigt.

Die Studie ist gegen eine Gebühr von 149 Euro bei anita.albrecht@ifa-info.de bestellbar.

Einige strategische Schlaglichter aus der »kfz-betrieb«-Sonderausgabe „Die großen Autohändler Deutschlands 2018“ finden Sie in der unten stehenden Bildergalerie:

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