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ADAC testet Wallboxen: Günstiger Testsieger

| Autor: Jens Rehberg

Alle sechs Testkandidaten haben ihre Aufgabe bei dem jüngsten ADAC-Wallboxen-Test im Prinzip erfüllt. Die Produkte sind einfach, sicher und zuverlässig. Bei einem hatte der Club aber doch noch was zu bemängeln.

E-Autos an den Wallboxen des ADAC-Teststandes.
E-Autos an den Wallboxen des ADAC-Teststandes.
(Bild: ADAC/Ralph Wagner)

Nachdem der ADAC bereits im vergangenen Jahr zwölf Geräte getestet hatte, hat der Autofahrer-Club nun sechs weitere Wallboxen einem Systemvergleich unterzogen. Berücksichtigt wurden dabei auch Modelle, die beim ersten Test noch nicht verfügbar waren.

Das Ergebnis ist grundsätzlich erfreulich: Alle Testkandidaten erfüllen ihre Aufgabe einfach, sicher und zuverlässig. Daher erhalten drei Geräte das ADAC-Urteil „sehr gut“, zwei weitere „gut“ und lediglich eine Wallbox schneidet mit „befriedigend“ ab.

Testsieger und mit 524,39 Euro zudem vergleichsweise billig ist die „Wallbox Home Eco“ von Heidelberger (Note 1,0), gefolgt von der Webasto-„Pure“ (Note 1,2) und der „Walli Light pro“ von ESL (Note 1,4).

Schlusslicht ist die Perdok-„Ecoload“ (Note 2,8), da sie trotz einfacher Bedienung nur unzureichende Anleitungen und Sicherheitshinweise enthält. Das könnte eine vorschriftsmäßige Installation und damit den sicheren Betrieb der Wallbox erschweren.

Käufer müssen auf eine beiliegende Konformitätserklärung achten, die seit April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim regionalen Netzbetreiber benötigt wird. Die Installation einer Wallbox darf nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Generell empfiehlt der ADAC, eine 3-phasige 11-kW-Wallbox zu kaufen. Diese kann je nach Bedarfssituation „netzdienlich“ laden und muss nicht vom Netzbetreiber genehmigt werden.

Wie bereits im Test 2018 wurden die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung sowie die Sicherheit untersucht. Das Gesamturteil konnte dabei nicht besser sein als die Note für die Sicherheit.

ADAC warnt vor dem Gebrauch zweier Produkte

Im letztjährigen Test (Ergebnisse im Detail) stufte der Club sechs der zwölf getesteten Boxen als „nicht empfehlenswert“ ein. Gewarnt wurde ausdrücklich vor den beiden im Internet erhältlichen Billiggeräten von Annies-Carparts und Franz ­Röcker. Diese Ladeboxen schalten bei einer Fehlermeldung des Autos nicht ab. Das ist extrem gefährlich, weil es zum Brand oder zu Personenschäden führen kann.

Testsieger 2018 war die „EM H1“ von ABL (11 kW / 865 Euro) – die einzige Box im Vergleich mit der Gesamtnote 1,0.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«