Aerodynamik: Mercedes zähmt den Wind

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Diese Feinarbeit zahlt sich am Ende im wahrsten Wortsinn aus. Aerodynamisch optimierte Fahrzeuge haben einen direkten Einfluss auf Verbrauchs- und Umweltwerte. Teddy Woll: „Gelingt es, den cW-Wert um zehn Tausendstel zu senken, sinkt der Kraftstoffverbrauch um durchschnittlich ein zehntel Liter, bei ganz schnellem Autobahntempo um bis zu 0,4 Liter je 100 Kilometer. Um diesen Spareffekt durch Leichtbaumaßnahmen zu erzielen, müsste man die Autos um mindestens 35 Kilogramm abspecken.“

Die größten Fortschritte erreichten die Aerodynamiker in den vergangenen Jahren bei der Durchströmung des Motorraums, im Bereich der vorderen Räder und beim Unterboden. „Allein im vorderen Radhaus konnten wir bei den neuen Kompaktmodellen durch das Zusammenspiel von gezackten Radspoilern, Radhausschlitzen und optimierten Aero-Rädern bereits elf Tausendstel gewinnen“, erklärt Woll. So entwickelt sich Tausendstel für Tausendstel am Ende ein optimaler Wert.

Feinschliff schafft Komfort

Aerodynamischer Feinschliff erhöht auch die Sicherheit, wenn zum Beispiel der Regen so geleitet wird, dass die Seitenscheiben frei bleiben und der Fahrer unbehelligt durch Windgeräusche entspannt hinter dem Lenkrad sitzt. Was auch für die Passagiere gilt, wenn sie zum Beispiel in einem offenen Cabriolet vom Wind unbelästigt im Fond sitzen können, weil die Aerodynamiker wie beim Cabriolet der E-Klasse ein Windschott entwickelt haben, dass die Turbulenzen auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Im Sommer beginnt für die Aerodynamiker in Sindelfingen eine neue Zeitrechnung, wenn der neue Aeroakustik-Windkanal seine windige Tätigkeit beginnt. Das Gebläse mit neun Karbon-Schaufeln kann Windgeschwindigkeiten bis maximal 265 km/h erreichen. Dann geht der Kampf um die Tausendstel in eine neue Runde.

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