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AMG kriegt den Project One nicht zum Fahren

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Selbst der älteste Autohersteller der Welt muss manchmal noch dazulernen. Eigentlich sollte Daimlers Prestigeprojekt, das Hypercar AMG Project One, zur IAA 2019 fertig sein. Doch die Käufer müssen auf die Carbonflunder wohl noch lange warten.

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Der AMG Project One stellt die Entwickler vor große Herausforderungen. Seine Auslieferung verzögert sich wohl um zwei Jahre.
Der AMG Project One stellt die Entwickler vor große Herausforderungen. Seine Auslieferung verzögert sich wohl um zwei Jahre.
(Bild: Daimler)

Vor allem in Hinblick auf seine Antriebstechnik ist der AMG Project One ein schwieriges Auto. Die Beherrschung der komplexen Technik sorgt für mehr Probleme als erwartet. Derzeit scheint sich die Präsentation des Serienfahrzeugs um zwei Jahre zu verzögern.

Noch im vergangenen Herbst hat Mercedes angekündigt, 2019 erste Exemplare seines über 1.000 PS starken Hypercars Project One an Kunden ausliefern zu wollen. Entsprechend war zu erwarten, dass das Prestige-Projekt im September 2019 in der finalen Version auf der IAA seine Premiere feiert. Doch ein Messeauftritt der Flunder ist nicht vorgesehen. Wie die Onlineausgabe der Zeitschrift „Auto Motor Sport“ meldet, wird sich ihre Auslieferung noch bis mindestens 2021 verzögern.

Wer auf der IAA 2017 den hochkomplexen Antriebsstrang des AMG-Boliden in Augenschein genommen hat, dürfte wenig überrascht sein über diese Nachricht. Allerdings ist wohl nicht das Zusammenspiel der zahlreichen Antriebskomponenten als vielmehr der 1,6-Liter-Formel-1-Motor das Problem. Demnach sei die für den Einsatz im Rennsport entwickelte Maschine nicht wirklich kompatibel für den Straßeneinsatz.

Alle 275 geplanten Exemplare des Project One waren übrigens schon 2018 für einen siebenstelligen Betrag ausverkauft. Die Kunden müssen sich jetzt wohl ein wenig in Geduld üben.

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