Anrufer geben sich als Deutsche Umwelthilfe aus: Achtung vor Telefonabzocke

Autor: Christoph Seyerlein

Autohäuser sind aktuell wieder einmal ins Visier von Betrügern geraten. Per Anruf fragen die Kriminellen nach personenbezogenen Daten. Dabei geben sie sich offenbar zumeist als die Deutsche Umwelthilfe (DUH) aus.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Betrüger versuchen aktuell offenbar über einen Telefontrick an Kundendaten von Autohäusern zu gelangen. Wie die Zentralvereinigung des Kraftfahrzeuggewerbes zur Aufrechterhaltung lauteren Wettbewerbs (ZLW) auf Anfrage mitteilte, haben die Anrufer dabei eine gezielte Masche: Sie geben an, im Namen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) anzurufen und möchten wissen, welche Daten das Autohaus zu bestimmten Personen gespeichert hat.

Sollten Betriebe personenbezogene Daten ohne Einverständnis des Kunden an Dritte weitergeben, drohen den Unternehmen Abmahnungen und/oder Bußgelder. Die ZLW rät Autohäusern deshalb folgendermaßen auf derartige Anfragen zu antworten: „Bitte stellen Sie Ihre Anfrage schriftlich, telefonisch können wir Ihnen aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft erteilen.“

Die DUH selbst weist eine Verwicklung in jene Betrugsmasche übrigens strikt von sich. Die Organisation bedankte sich bei der ZLW für die Information, „dass aktuell fremde Personen den Namen der Deutschen Umwelthilfe missbrauchen und das Gerücht in Umlauf bringen, die DUH mahne Autohäuser aufgrund von Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ab.“

Die DUH sei laut Satzung gar nicht dazu in der Lage, derartige Abmahnungen auszusprechen, da sie ausschließlich Rechtsverstöße mit Umweltbezug kontrolliere. Autohäuser und andere Betroffene, die schriftliche Fake-Abmahnungen im Namen der DUH erhalten, bitte die Organisation, diese der Polizei und der DUH zur Verfügung zu stellen.

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Entwicklungsredakteur