AU: Die generelle Endrohrmessung kommt

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Außen knallgelb, innen schwarz auf weiß: Eine der kommenden Verkehrsblatt-Ausgaben hat es in sich. Sie wird verkünden, dass aus dem AU-Leitfaden 5 der 5.01 wird – und mit ihm kommt die generelle Endrohrmessung wieder, sagt der ASA-Verband.

(Bild: Texa)

Es ist ein typischer Nachmittag im November: nass, kalt und grau. Auch an der Veranstaltung, zu der der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e. V., kurz ASA, geladen hat, ist im Prinzip nichts Besonderes, schließlich findet das „ASA-Pressegespräch“ jedes Jahr um diese Zeit statt. Doch an jenem Dienstag, dem 15. November, staunten die versammelten Pressevertreter nicht schlecht. Das Zitat eines wahrlich großen Deutschen kommt ihnen in den Sinn: „Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?“

Nicht größer konnte die Überraschung sein, die Harald Hahn, stellvertretender ASA-Präsident und Leiter des Fachbereichs Diagnose, auslöste, nicht größer das vermeintliche Geschenk, das er an diesem Tag dabei hatte: „Generelle Endrohrmessung bei der AU“ heißt es und soll bereits ab Mitte 2017 für Freude sorgen. Und zwar bei Werkstätten einerseits und bei Mutter Natur andererseits. Offenbar wird Realität, woran viele in diesem Land schon nicht mehr zu glauben gewagt haben: Nämlich daran, dass die AU oder besser gesagt UMA (Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems) im Rahmen der HU tatsächlich eines Tages wieder eine echte Untersuchung sein wird und nicht weiterhin zum Umweltfeigenblatt eines OBD-hörigen Gutbürgertums verkommt.