Audi A6 Hybrid: Sparsam in der Business-Klasse

Redakteur: Andreas Wehner

Viele Jahre hat es gedauert, bis sich die deutschen Hersteller zu Hybridmodellen durchringen konnten. Audi stellt nun innerhalb kurzer Zeit schon den zweiten Hybrid vor.

Firmen zum Thema

Der Audi A6 ist das zweite Modell der Ingolstädter, das es auch mit Hybridantrieb gibt.
Der Audi A6 ist das zweite Modell der Ingolstädter, das es auch mit Hybridantrieb gibt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn man hohe Leistung mit geringem Verbrauch kombinieren will, Dieselmotoren aus Gründen der weltweiten Akzeptanz aber nicht in Frage kommen, schlägt die Stunde des Hybriden. Das gilt erst recht, wenn zudem noch ein Teil der Fahrt ohne Abgasemissionen erfolgen soll. Nachdem Audi vor einigen Wochen erst den Q5 Hybrid vorgestellt hat, folgt nun der A6 Hybrid. Beide teilen sich die gleiche Antriebsarchitektur.

Der Bestseller im Benziner-Programm, der 155 kW/211 PS starke 2,0-Liter-TFSI, arbeitet hier mit einem 40 kW/54 PS Elektromotor zusammen. Beide sind zu einem parallelen Hybridsystem hintereinander angeordnet. Die Systemleistung aus Benziner und E-Motor beträgt 180 kW/245 PS. Gemeinsam bringt es die Vollhybrid-Einheit auf ein Drehmoment von 480 Nm. Als Kraftübertragung fungiert eine Achtstufen-Tiptronic, die ohne Drehmomentwandler auskommt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Eine Lamellenkupplung trennt E-Motor und TFSI, so dass die Limousine entweder rein elektrisch, was bis zu Tempo 100 möglich ist, oder nur mit dem Benziner oder mit beiden Motoren gleichzeitig fahren kann. Dann erreicht der A6 eine Höchstgeschwindigkeit von 238 km/h und sprintet in 7,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Maßgeblicher als der Boost der Vierzylinderleistung durch den E-Motor ist aber der Verbrauchseffekt durch die Rekuperation und die elektrischen Fahranteile.

Normverbrauch 6,4 Liter

Drei Kilometer weit kommt die Audi-Limousine rein elektrisch, wenn es nicht schneller als 60 km/h vorwärts geht. Der Normverbrauch liegt bei 6,4 Litern, was CO2-Emissionen von 146 Gramm entspricht und für eine Limousine der gehobenen Businessklasse sehr ordentlich ist. Allerdings gibt es keinen Allradantrieb. Bei ersten Fahrten auf regennasser Fahrbahn sah sich die Elektronik daher immer wieder gezwungen, leistungsmindernd einzugreifen, weil die Vorderräder mit der Kraftübertragung sonst überfordert gewesen wären.

Auf Seite 2: Ecometer statt Drehzahlmesser

(ID:380151)