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Audi: Europa-Geschäft besonders gebeutelt

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Audi hat im zweiten Quartal ein deutliches Absatzminus verkraften müssen. Vor allem in Europa lief es schlecht. Das erhöht die Abhängigkeit der Marke von China.

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Mehr als jeder zweite Audi wurde zuletzt in China verkauft.
Mehr als jeder zweite Audi wurde zuletzt in China verkauft.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Audi hat im zweiten Quartal fast ein Viertel seines Absatzes eingebüßt. Insgesamt lieferte der Autohersteller von April bis Juni 354.232 Fahrzeuge aus, wie er am Mittwoch auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das ist ein Rückgang um 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Einbruch traf bei der Volkswagen-Tochter vor allem Europa, wo mit 99.644 Fahrzeugen (-53,7 %) nicht einmal halb so viele Autos verkauft wurden wie im Vergleichszeitraum. In den USA sackten die Zahlen mit einem Minus von 35,3 Prozent auf 34.843 ab. In China geht es allerdings schon wieder kräftig bergauf: Hier legte der Absatz um 23,5 Prozent zu.

Mehr als jeder zweite Audi wurde zuletzt in China verkauft

Dadurch verstärkte sich auch die Abhängigkeit der Ingolstädter von ihrem wichtigsten Einzelmarkt weiter: Mit 189.182 Auslieferungen war die Volksrepublik für gut 53 Prozent der weltweiten Verkäufe verantwortlich.

Zuletzt verbesserte sich die Gesamtlage. Im Juni lagen die Absatzzahlen von Audi weltweit nur noch 8,1 Prozent hinter dem Wert des Vorjahresmonats zurück. „Wir sehen bereits erste Erholungseffekte, allerdings mit starken regionalen Unterschieden“, sagte eine Sprecherin. Europa und die USA waren im Juni noch deutlich im Minus, in China ging es weiter bergauf. Dort habe man „gerade erst das stärkste Juni-Ergebnis aller Zeiten“ erreicht.

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