Audi-Jubiläen: Erinnerung an zwei Dutzend wichtige Termine

Autor: Steffen Dominsky

Mithilfe des digitalen Booklets „Jubiläumstermine 2019“ informiert Audi Tradition über die wichtigsten Produkte, Rekorde und Meilensteine in der Audi-Geschichte. Sie illustrieren den Aufstieg von der Stilllegung in der Ostzone bis hin zum Premiumhersteller unter VW-Regie.

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Audi feiert in diesem Jahr zahlreiche Juliäen, unter anderem die Firmenneugründung in Ingolstadt.
Audi feiert in diesem Jahr zahlreiche Juliäen, unter anderem die Firmenneugründung in Ingolstadt.
(Bild: Audi AG)

70 Jahre ist es her, dass die Audi-Geschichte in Ingolstadt ihren Anfang nahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die Werke der Auto Union AG in Sachsen auf Befehl der russischen Militäradministration beschlagnahmt, das Unternehmen 1948 aus dem Handelsregister der Stadt Chemnitz gelöscht worden. Da diese Befehle jedoch in den westlichen Besatzungszonen keine Gültigkeit hatten, konnte der Audi-Vorgänger, die Auto Union GmbH, am 3. September 1949 in Ingolstadt gegründet werden. Nur zehn Jahre später nahm das junge Unternehmen die modernste europäische Automobilfabrik ihrer Zeit in Betrieb, bei der noch im gleichen Jahr der erste DKW Junior vom Band lief.

Doch es lohnt sich auch, ein wenig weiter zurückzugehen: Bereits vier Jahre zuvor, am 3. Dezember 1945, erfolgte die Gründung des „Zentraldepots für Auto Union Ersatzteile Ingolstadt GmbH“ in Ingolstadt in der Schrannenstraße 3. Zu Beginn der Fertigung bauten die Auto-Unionler dort den DKW-Schnelllaster sowie das DKW-Motorrad RT 125 W. Anschließend übernahm die Daimler-Benz AG am 24. April 1958 die Mehrheit der Geschäftsanteile an der Auto Union, welche bis Ende 1964 eine 100-prozentige Tochter wurde.

Nachdem wiederum Volkswagen im Dezember 1964 die mehrheitlichen Anteile von Daimler-Benz erworben hatte, erschien 1965 mit dem Modell „Audi“ der erste Audi nach Kriegsende. Er war eine Kreuzung des DKW F 102 mit einem von Mercedes für Militärzwecke entwickelten und bei der Auto Union produzierten Vierzylinder-Motor („Mitteldruckmotor“), der später in „Audi 72“ umgetauft wurde. 1969 erfolgte der Zusammenschluss der Auto Union GmbH mit der NSU Motorenwerke AG zur Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm. Seit 1985 firmiert das Unternehmen als Audi AG mit Stammsitz in Ingolstadt. Produkt und Unternehmen tragen seither den gleichen Namen.

Engagement im Motorsport

Vor 35 Jahren gewann Stig Blomqvist die Rallye-Weltmeisterschaft in der Fahrer- und Audi in der Markenwertung. Im gleichen Jahr wurde Harald Demuth mit einem Audi Quattro Deutscher Rallyemeister, und Audi stellte den Kunden ein Auto vor, das heute Höchstpreise erzielt: der Audi Sport Quattro. Vor 20 Jahren startete die Audi AG dann erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans, denen sie mit Beginn des neuen Jahrtausends durch insgesamt 13 Siege ihren Stempel aufdrückte.

Vor 25 Jahren rollte in Ingolstadt der erste Audi A4 vom Band. Das Nachfolgemodell des Audi 80 ist bis heute das Volumenmodell der Marke mit den vier Ringen. Im gleichen Jahr kam das neue Flaggschiff der Marke, der Audi A8, und der Avant RS2 auf den Markt, der die Tradition der Audi-Hochleistungsmodelle begründete.

Weitere Meilensteine der ost- und westdeutschen Erfolgsgeschichte: 30 Jahre Audi 90 IMSA GTO; 30 Jahre Audi Turbo Diesel mit Direkteinspritzung; 50 Jahre Audi 100 Coupé S; 50 Jahre Audi NSU Auto Union AG; 70 Jahre DKW-Schnellaster und RT 125 W; vor 80 Jahren letzter Grand-Prix-Sieg der Auto Union. Den Gesamtüberblick gibt das digitale Jubiläumsbooklet , das man sich im Audi-Media-Center herunterladen kann.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group