Auf der Suche nach dem Getriebe der Zukunft

Der neue Fahrzyklus WLTC wird die Getriebewelt verändern. Er macht Handschaltgetriebe wieder deutlich sparsamer als Automaten. Auch auf die Weiterentwicklung der Hybride hat er großen Einfluss.

| Redakteur: Jan Rosenow

( © vege - Fotolia)

Es ist ein bisschen wie im Motorsport: Wenn ein Teilnehmer zu erfolgreich ist und alle Pokale abräumt, dann werden flugs die Regeln geändert, um den anderen auch wieder eine Chance zu geben. So ähnlich dürften sich die Entwickler von Automatikgetrieben fühlen, wenn sie sich die Regularien des neuen Automobil-Testzyklus WLTC anschauen. Denn dieses Regelwerk hat die Macht, die Spielregeln auf dem Getriebemarkt deutlich zu verändern.

In den letzten Jahren hatten die Automatikgetriebe mit den Handschaltern in Sachen Verbrauch praktisch gleichgezogen. Und das, obwohl ihr Wirkungsgrad immer noch deutlich niedriger ist, was nicht weiter verwundert, brauchen sie doch schließlich eine Hilfskraft, um ihr selbstschaltendes Werk zu verrichten. Je nach Bauart dürften es 5 bis 15 Prozentpunkte der Motorkraft sein, die in der Schaltbox versickern und damit für den Vortrieb fehlen – und durch erhöhte Kraftstoffzufuhr ausgeglichen werden müssen.

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