Aus „Easy Car Pay“ wird „Sicherbezahlen.de“

Fintech-Start-up dehnt Angebot aus

| Autor: Dominik Faust

(Bild: Easy Car Pay GmbH)

Es begann mit der Idee, Gebrauchtwagen einfach bargeldlos kaufen zu können. Daraus entwickelte das Team um Firmengründer Jan Hardorp die App „Easy Car Pay“. Im Juni vergangenen Jahres startete der Bezahldienst. Seitdem können Käufer damit Zug-um-Zug-Geschäfte im Wert von bis zu 500.000 Euro bargeldlos abwickeln. Einige Monate später änderte der Dienstleister sein Preismodell. Nun, ein weiteres Jahr darauf, ändern die Gründer auch den Namen ihrer Entwicklung: Aus der Plattform und App Easy Car Pay wird „Sicherbezahlen.de“.

Der Grund ist einfach: Das junge Unternehmen bietet sein System nun nicht mehr nur für Gebrauchtwagen an, sondern auch für andere hochpreisige Produkte im Wert von über 100 Euro. Denn, so Hardorp: „Die oft unsichere Zahlung bei Gütern, die ‘Zug um Zug’ gehandelt werden, ist auch auf vielen anderen Märkten ein großes Problem.“ Er denkt dabei an Boote, Motorräder, Uhren, Schmuck, Pferde, Maschinen, Handys oder Laptops. Bereits jetzt transferiert das Unternehmen mit seinem TÜV-geprüften Bezahlsystem nach eigenen Angaben monatlich Millionenbeträge zwischen Käufern, Verkäufern und Händlern. Der Durchschnittspreis lag bei etwas über 23.000 Euro. Pro Transaktion kassiert das Start-up eine Provision von zehn, 30, 50 oder 100 Euro – je nach der Höhe des Verkaufspreises.

Mit der Umbenennung realisiert das Start-up jene Skalierung, die Gründer Hardorp bereits vor einem Jahr im Kopf hatte. Damals sagte er, er könne sich neben Easy Car Pay auch Marken wie Easy Horse Pay oder Easy Bike Pay vorstellen. An die Stelle einer solchen Divergenz stellt das Start-up, das derzeit noch Easy Car Pay GmbH heißt, jetzt die übergeordnete Marke Sicherbezahlen.de. Über 50 Händlergruppen und Händler hätten sich bereits dafür entschieden, ihren Kunden das nun umbenannte Zahlungssystem anzubieten.

Im Automarkt bietet Sicherbezahlen.de zudem erstmalig in Deutschland einen vollwertigen Käuferschutz ohne Aufpreis an. Anders als bei allgemeinen Bezahldiensten im Netz wird dabei im Streitfall nicht das Geld einer Partei eingefroren, sondern der Käufer erhält bei Käufen von Privat an Privat einen dreifachen Versicherungsschutz. Der sichert ihn in den ersten 72 Stunden nach dem Kauf gegen Reparaturkosten (via Car-Garantie) und Immobilität (via HDI) ab. Hinzu kommt eine Rechtschutzversicherung bei Kaufverträgen zwischen Privatpersonen (via ARAG). Sie umfasst sowohl eine Mediation zwischen den Parteien als auch Kostenschutz bei einem möglichen Rechtsstreit.

Und wer auch auf dem Konto kein Geld für einen Gebrauchten hat, für den hat das Start-up einen Sofortkredit entwickelt. Die Beträge zwischen 2.500 und 25.000 Euro sollen in weniger als einer Stunde ausgezahlt werden. Kreditgeber ist die SWK-Bank.

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