Aus vier mach zehn Milliarden: BMW stockt Invest in Batteriezellen auf

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

BMW ordert deutlich mehr Batteriezellen als bislang. Zum einen weiten die Münchner die Zusammenarbeit mit CATL aus, zum anderen bestellen sie künftig auch bei Samsung SDI. Bei den Rohstoffen will der Hersteller zudem stärker auf einige Faktoren achten.

Bislang hatte BMW für den Einkauf von Batteriezellen mit vier Milliarden Euro geplant. Jetzt stocken die Münchner deutlich auf.
Bislang hatte BMW für den Einkauf von Batteriezellen mit vier Milliarden Euro geplant. Jetzt stocken die Münchner deutlich auf.
(Bild: BMW)

BMW baut die Zusammenarbeit mit seinen Batteriezellen-Lieferanten Samsung und CATL kräftig aus und sichert sich zusätzliche Volumina im Wert von mehreren Milliarden Euro. Das für die Jahre 2020 bis 2031 geplante Auftragsvolumen für den chinesischen Hersteller CATL steigt von 4 Milliarden auf 7,3 Milliarden Euro, wie der Autohersteller am Donnerstag in München mitteilte. Mit Samsung SDI wurde demnach ein neuer Vertrag im Wert von 2,9 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2031 abgeschlossen.

Mit den neuen Verträgen sichere man langfristig den Bedarf an Batteriezellen, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt. Eine wachsende Rolle spielt für BMW der Einkauf der Rohstoffe. Ab 2020 will das Unternehmen Lithium und Kobalt selbst beziehen und den Herstellern der Batteriezellen zur Verfügung stellen.

Fokus auf Umweltstandards und Menschenrechte

Kobalt soll dann nur noch aus Minen in Australien und Marokko stammen, Lithium unter anderem aus Australien. Dabei gehe es um die Einhaltung von Umweltstandards und Menschenrechten, hieß es.

Vor allem Kobalt ist ein für die Elektromobilität wichtiger, aber problematischer Rohstoff. Abgebaut wird das Mineral hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo – oft unter menschenunwürdigen Bedingungen.

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