Ausblick: Neuer BMW 5er soll Maßstäbe setzen

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Und eine „zweistellig verbesserte“ Effizienz. Bei den Antrieben bedient BMW sich den bewährten Modul-Aggregaten B48 und B58 (Vier- und Sechszylinder-Turbobenziner) sowie den Dieselmotoren B47 und B57 (ebenfalls Vier- und Sechszylinder). Alle Motoren haben das gleiche Einzelhubraummaß von 500 Kubikzentimeter. Dreizylinder wie im Dreier wird es im 5er nicht geben. Dafür aber schon kurz nach dem Marktstart einen Plug-in-Hybrid (540e iPerformance), bestehend aus dem B48 und einem in die Achtgangautomatik integrierten E-Modul. Die elektrische Reichweite soll bei deutlich über 50 Kilometer liegen. Allein schon wegen der steuerlichen Vergünstigungen in China, dem mit Abstand wichtigsten Markt des 5ers.

Den erstmals im 750d xDrive eingesetzten Sechszylinder-Superdiesel mit Vierfachaufladung (intern B57 S0) und 400 PS soll leicht modifiziert auch der neue 5er erhalten. Nur werden hier die beiden kleineren Abgasturbinen durch einen elektrischen Verdichter ersetzt, der vermutlich seine Energie bereits aus einem 48-Volt-Teilbordnetz bezieht.

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Überhaupt stehen 48 Volt bei BMW weit oben auf der To-do-Liste. Nach und nach sollen alle Motoren im 5er ein entsprechendes E-Modul erhalten und dadurch deutliche Verbrauchsvorteile einfahren (Stichwort: Mild-Hybrid). Nutzen lässt sich die höhere Spannung auch gut für eine elektrische Wankstabilisierung.

Top-Motor im 5er bleibt der 4,4-Liter-Achtzylinder, der sich in jüngster Überarbeitung jetzt N63 TU2 nennt. Der 550i ist hauptsächlich den amerikanischen Kunden gewidmet.Neu hinzu kommt der 540i MPerformance, mit rund 400 PS das Modell mit der stärksten Motorisierung unterhalb des M5 und klar positioniert gegen den gleich starken Mercedes-AMG E 43. Der M5 behält seinen V8 und dürfte leistungsmäßig die 600-PS-Marke überschreiten (derzeit 560 PS), soll aber in der Auslegung insgesamt eine größere Spreizung zwischen Alltagsfahren und Rennstrecke bekommen.

Schrägheck-Version soll bleiben

Der 5er Gran Turismo wurde bei uns aufgrund seines etwas dickfälligen Designs und der wuchtigen Erscheinung oft als „Sorgenkind“ der Baureihe tituliert. Doch weltweit fährt BMW mit dem 5er GT nicht schlecht, auch wenn die Absatzkurve seit dem Höchststand von 26.500 Einheiten (davon 4.800 in Deutschland) im Jahr 2010 auf mittlerweile 15.500 GT geschrumpft ist (Deutschland: 1.200 Einheiten). BMW hält am Schrägheck-5er fest. Das Modell (intern G32) soll jedoch deutlich schlanker und sportlicher werden, und – glaubt man den Gerüchten – auch einen neuen, höher positionierten Namen erhalten. Diskutiert wird die Bezeichnung Sechser GT, was durchaus Sinn machen würde, zumal die Modelle Sechser Coupé, Gran Coupé und Cabrio auslaufen sollen. BMW bestätigt in dieser Richtung aber nichts.

Gebaut werden alle drei 5er-Derivate in Dingolfing. In chinesischen Dadong läuft die Version mit verlängertem Radstand vom Band. BMW hält auch weiterhin am Motto „Built in China for China“ fest und unterhält im Reich der Mitte sogar eine eigene Entwicklungsabteilung. 2015 wurden in China 158.000 5er verkauft, 45 Prozent des weltweiten Absatzes.

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