Ausblick: Neuer BMW 5er soll Maßstäbe setzen

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Anfang 2017 werden im Business-Segment die Karten neu gemischt. BMW schickt die neue 5er-Generation an den Start. Sie soll die Messlatte in Sachen Agilität, Komfort, Verbrauch und Digitalisierung noch höher legen.

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Bislang gibt es vom neuen 5er nur Fotos im Tarnkleid.
Bislang gibt es vom neuen 5er nur Fotos im Tarnkleid.
(Bild BMW)

Geht es um Modellzyklen, ticken die Uhren der Autohersteller bisweilen eher sozialistisch als marktwirtschaftlich. Egal wie gut sich ein Modell verkauft, für den Nachfolger ist ein fester Produktionsstart gesetzt. Da kann kommen was will. Der BMW 5er ist so ein Fall. Das Modell ist weltweit äußerst begehrt und fährt mit weitem Abstand in seinem Segment auf der Pole Position – und dies seit mehr als fünf Jahren in Folge. Audi und Mercedes haben hier klar das Nachsehen.

Man kann es nicht anders nennen, BMW ist mit der Business-Limousine und dem 5er-Touring ein ganz großer Wurf gelungen. Die Kunden schätzen das stimmige Design, die effizienten Antriebe, das agile Fahrverhalten, die moderne Konnektivität und die gute Qualität.

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Wirklich erneuert werden müsste der 5er vor diesem Hintergrund also nicht. Doch die Ablösung steht für Anfang 2017 auf dem Plan, noch Ende dieses Jahres ist die Weltpremiere. Auch wenn kein Blechteil mit dem Vorgänger übereinstimmt, das gesamte Erscheinungsbild der mittlerweile siebten 5er-Generation bleibt sehr ähnlich, ebenso die Größe. Das ist gewollt, es schont die Restwerte und hält die aktuelle Baureihe frisch.

Am einfachsten ist der neue 5er, intern G30 genannt, an den Scheinwerfern auszumachen, die wie beim Dreier jetzt bis an die Nieren heranreichen. An der Flanke ließ sich Chefdesigner Adrian van Hooydonk eine in sich leicht verdrehte Tornado-Linie einfallen. Das Cockpit gleicht im Layout dem des Siebeners. Alles was die Toplimousine in Sachen Konnektivität, Internet, Bedienung (Gestensteuerung) und Infotainment besitzt, steckt natürlich mit entsprechenden Software-Updates auch im 5er.

Gleiches gilt für die Ausstattung an Assistenzsystemen. Der G30 und sein Kombi-Bruder Touring G31 parken wie der Siebener per Fernbedienung automatisch ein und erreichen die nächste Stufe beim pilotierten Fahren auf der Autobahn (selbstständiges Überholen).

Kein Karbon

Der 5er ist eines der Kernmodelle der Marke BMW und soll den traditionellen Slogan „Aus Freude am Fahren“ einmal mehr untermauern. Das Modell bedient sich aus Teilen der neuen Cluster-Architektur CLAR vom Siebener, übernimmt diese aber nicht 1:1 (unterschiedlich in Radstand, Spurweite und Gesamtlänge). Die Karosserie ist steifer und leichter. Man spricht von rund 100 Kilogramm, und dies ohne Verwendung von Karbonelementen wie beim Siebener. Der Verzicht auf den leichten Faserverbundwerkstoff soll wirtschaftlich begründet sein.

Die steife Struktur, die erstmals eingesetzte Aktiv-Lenkung (auch bei den Allradversionen) und ein weiter verfeinertes adaptives Fahrwerk sollen den perfekten Spagat zwischen Agilität und Komfort ermöglichen. Entwicklungschef Klaus Fröhlich zumindest verspricht eine in dieser Klasse „nie dagewesene“ Handlichkeit.

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