Ausgangsbeschränkungen: Autos werden weiter repariert

Autor: Doris Pfaff

Die Corona-Krise spitzt sich zu: In Bayern bestehen ab Samstag Ausgangsbeschränkungen. Der Kfz-Landesverband trägt die Entscheidung mit, verspricht aber, die systemrelevanten Betriebe weiter offen zu halten. NRW hat derweil den Autohandel ausdrücklich verboten.

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(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Diese Situation hatte die Branche befürchtet: Die bayerische Landesregierung hat ab Samstag Ausgangsbeschränkungen für den Freistaat verfügt. „Für die Kfz-Innungsbetriebe werden die Ausgangsbeschränkungen weitere Umsatzeinbußen bedeuten. Trotzdem stehen aufgrund der Allgemeinverfügung die systemrelevanten bayerischen Kfz-Innungsbetriebe weiter den Kunden offen, um die individuelle Mobilität sicherzustellen. Das bayerische Kfz-Gewerbe trägt die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung im Interesse der Eindämmung des Corona-Virus mit. Die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität", teilte der Landesverband mit.

Weil Ausgangsbeschränkungen bedeuten, dass nur noch in dringenden Fällen die Menschen ihr Zuhause verlassen dürfen, dürfte dies die Werkstätten im Prinzip auf ein Notfallgeschäft reduzieren. Um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, sind in den Schließungsanordnungen der Länder die Kfz-Werkstätten ausgenommen, um die individuelle Mobilität weiterhin zu sichern. Das heißt, die Kfz-Betriebe dürfen Autos reparieren und alles tun, um die Mobilität zu erhalten. Selbst ein Autoverkauf könnte möglich sein, sofern die Zulassung noch möglich ist. So legte die Kfz-Branche die Schließungsanordnungen der Länder bislang aus.

NRW untersagt reinen Autohandel

In Nordrhein-Westfalen gilt diese Auslegung nicht mehr. Das zuständige Arbeitsministerium definierte am Donnerstag den Autohandel als ein Verkaufsgeschäft, das nicht unter die Ausnahme falle und entsprechend verboten ist. „Reine Werkstatttätigkeiten seien anders zu bewerten. Der Landesverband NRW erläutert, wenn im Autohaus der Zugang zum Servicebereich nur über die Verkaufsräume möglich sei, müssten die Flächen räumlich oder organisatorisch voneinander abgetrennt werden, zum Beispiel durch durch Hinweisschilder, mit Flatterband, Raumteiler oder ähnlichem", erläuterte ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.

„Die Corona-Krise hat schwerwiegende Auswirkungen auf den stationären Automobilhandel. Viele Verkaufs- und Ausstellungsräume bleiben deswegen geschlossen. „Es ist jetzt umso wichtiger, digitale Angebote noch weiter auszubauen und dabei alle Register zu ziehen“, erklärt Thomas Peckruhn, Vizepräsident des ZDK.

Der Verband steht deshalb in Austausch mit den Online-Fahrzeugbörsen Mobile und Heycar, die beide den Handel in der aktuellen Situation unterstützen wollen.

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 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik