Autohaus Bierschneider: Alles ist vernetzt

Mit digitalisiertem Kundenkontakt in die Top-Ten beim Service Award

| Autor: Jan Rosenow

Die Direktannahme per Tablet ist Standard im Autohaus Bierschneider.
Die Direktannahme per Tablet ist Standard im Autohaus Bierschneider. (Bild: Rosenow / »kfz-betrieb«)

Wenn das Autohaus Bierschneider im oberpfälzischen Mühlhausen sein Geschäft nur rund um den Kirchturm betreiben würde, dann müsste jeder Einwohner der kleinen Gemeinde jedes Jahr ein neues Auto kaufen. Jedes Baby und jeder Greis. Und noch zwei Gebrauchtwagen dazu.

Klar, dass ein so großer Betrieb in einem so kleinen Dorf noch andere Erlösmodelle entwickeln musste. Bierschneider tut sich hier mit beachtlichem Ideenreichtum und einem vorbildlichen Onlineansatz hervor. Geschäftsführer Bernhard Öttl hat das gesamte Unternehmen – das in Mühlhausen sowie an neun weiteren Standorten im Städtedreieck Nürnberg-Regensburg-Ingolstadt rund 550 Mitarbeiter beschäftigt – komplett auf Digitalisierung getrimmt.

Das geht los bei der modernen Homepage im unternehmenseigenen Look, auf der man das gesamte Produkt- und Dienstleistungsangebot findet. Und man kann auch kaufen – in den Webshops für Zubehör und Teile, Räder und Reifen sowie Lifestyleartikel. Auf Facebook und Twitter ist Bierschneider ebenfalls aktiv, auf Facebook sogar mit einer eigenen Verkaufsseite. Einen Ebay-Shop gibt es außerdem. Bezahlen können die Kunden neben den üblichen Verfahren auch mit Paypal.

Direktannahme per Tablet

Zudem wird der gesamte Kundenkontakt im Autohaus digital abgewickelt und ist damit zeit- und papiersparend organisiert. Die Direktannahme erfolgt auf einem Tablet, das auf die Kundendaten sowie auf die Warenwirtschaft zugreifen kann. Damit lassen sich direkt bei der Annahme Teileverfügbarkeit und Preise klären– ein umständliches Abschreiben der Daten am Computer, um den Auftrag zu erstellen, ist nicht nötig. So wissen die Kunden von Anfang an, welche Kosten sie zu erwarten haben. Die Einführung von Whatsapp im Kundendienst ist geplant – derzeit läuft ein Feldversuch in der Verkaufsabteilung.

Doch manchmal muss man den Kunden auch ganz analog begegnen, um sie zufriedenzustellen. Wie alle VW-Betriebe hat Bierschneider in Mühlhausen mit Menschen zu tun, deren Autos wegen des Diesel-Updates in die Werkstatt müssen. Um diesen Besitzern etwas Gutes zu tun und sie wieder mit der Marke zu versöhnen, hat der Betrieb einen Gutschein-Flyer mit attraktiven Serviceangeboten entwickelt, den alle Update-Kunden ausgehändigt bekommen. Selbstverständlich auch die, die ihr Auto woanders gekauft hatten. „Es sollte eine kleine hauseigene Wiedergutmachung für den Dieselskandal sein, damit die Kunden das Vertrauen in unsere Marken nicht gänzlich verlieren“, erklärt Geschäftsführer Bernhard Öttl.

Vorbildliches Gesamtkonzept

Der Gewinnung von Neukunden dienen auch – ganz klassisch – günstige Preise für Standards wie die Reifeneinlagerung oder die HU. Dem Economy-Service-Konzept von Volkswagen will sich Bierschneider anschließen, um die Halter älterer Fahrzeuge anzusprechen. Diese profitieren dann auch von einem niedrigeren Stundenverrechnungssatz.

Mit seinem überzeugenden Gesamtkonzept, das keine Schwachpunkte erkennen lässt, glänzenden Geschäftszahlen und hohen Kundenzufriedenheitswerten hat das Autohaus Bierschneider in Mühlhausen die Jury des Service Awards überzeugt. Sie ist besetzt mit Vertretern der Redaktion »kfz-betrieb« sowie der Sponsoren Continental, Fuchs Schmierstoffe und TÜV Nord.

Die Verleihung des Service Awards findet am 14. September 2017 während der IAA in Frankfurt im Hotel Maritim statt. An der viel beachteten Preisverleihung des »kfz-betrieb«-Service-Awards nehmen jährlich rund 250 Gäste aus der gesamten Automobilbranche teil. Die Teilnahme an der Preisverleihung ist kostenlos. Anmeldung unter www.service-award.de.

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