Autohaus Brandenburg wirbt mit Influencern

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Stattdessen will sich das Autohaus daher künftig auf lokale Influencer konzentrieren und hat Kontakt zu verschiedenen Microbloggern aus der Region aufgenommen. Die haben zwar mit 30.000 bis 80.000 Followern eine deutlich geringere Reichweite. „Aber sie kennen meist das Unternehmen schon. Und vor allem sind die Kosten sehr viel niedriger“, sagt Ina Niebel, die bei Brandenburg für das Marketing zuständig ist. Für gewöhnlich erhalten sie ein Auto übers Wochenende mit einer Tankfüllung und einer gewissen Anzahl Freikilometern. Dafür veröffentlichen sie Postings mit vorgegebenen Hashtags und Verlinkungen zum Unternehmen.

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Wichtig sei neben dem lokalen Bezug die Glaubwürdigkeit der Personen. „Wir haben zum Beispiel eine Fahrlehrerin aus der Region. Sie kennt sich mit Autos aus und ist glaubwürdig“, erzählt Ina Niebel. Denn die Authentizität ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Influencer-Marketing. „Wenn man der Person die Begeisterung für ein Produkt nicht abnimmt, hat es wenig Sinn“, sagt Niebel.

Die Zusammenarbeit mit Influencern soll bei Brandenburg künftig nicht auf die Marke Mini beschränkt sein. Auch für BMW will das Autohaus Influencer-Marketing einsetzen. Vor allem zur Markteinführung neuer Modelle soll es Aktionen geben. Dabei will Brandenburg auch mit Instagram-Takeover arbeiten. Das bedeutet, dass ein Influencer für eine bestimmte Zeit den Instagram-Account des Unternehmens selbstständig mit Inhalten bespielt.

Eigene Kanäle nutzen

Generell ist es wichtig, dass die Kampagnen auch auf den unternehmenseigenen Social-Media-Kanälen begleitet werden. Brandenburg ist schon längere Zeit recht aktiv auf Facebook und Instagram. Insgesamt setzt das Unternehmen immer stärker auf digitale Werbung. Daneben spielen Promotions, Kooperationen und die Teilnahme an Veranstaltungen eine große Rolle. „Selbstverständlich machen wir auch noch Printwerbung. Aber die Bedeutung nimmt ab“, sagt Ralf Brandenburg. Eine klassische Maßnahme gibt es bei Brandenburg in Zukunft nicht mehr: Die Kundenzeitschrift hat das Unternehmen vor Kurzem eingestellt.

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