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Autohaus König und Saturn kooperieren längerfristig

| Autor: Christoph Baeuchle

Bislang dominierten einzelne Onlineaktionen die Schlagzeilen, jetzt wird der Vertrieb über Branchenfremde zum Standard: Das Berliner Autohaus König und der Elektronikhändler Saturn Media Markt planen längerfristig und wollen im Zwei- bis Vier-Wochen-Takt Neuwagen-Angebote platzieren.

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(Bild: Baeuchle/»kfz-betrieb«)

Der Onlinevertrieb geht in die nächste Phase: Autos online über Fressnapf verkaufen? „Klar, das geht“, ist Dirk Steeger, Geschäftsführer des Autohauses König, überzeugt. Entscheidend sei es, für die Zielgruppe das richtige Angebot zu schnüren. „Ein gut ausgestatteter Kombi oder SUV. Dazu ein Hundenetz und eine Hundewanne. Und ein Fresspaket müsste wahrscheinlich im Kofferraum liegen.“

Das richtige Angebot für die Zielgruppe scheint das Autohaus König für seine aktuell laufende Aktion mit der Saturn-Media-Markt-Gruppe gefunden zu haben. Über die Onlineseite des Elektronikmarkts vertreibt die Berliner Autohandelsgruppe derzeit den Fiat 500 und den Fiat Doblo. Als Zielgröße nennt das Autohaus rund 450 Einheiten.

Von der Konstellation gleicht die laufende Aktion der ersten Kampagne von König im Frühjahr: Doch diesmal sorgt statt Lidl der Elektronikmarkt Saturn Media Markt für Traffic, statt der Santander Bank agiert ALD Automotive im Hintergrund als Leasinggeber.

Ein weiterer Unterschied: Die aktuelle Aktion ist keine einmalige Sache. Vielmehr wollen König und der Elektronikmarkt, der einst mit seinem „Geiz ist geil“-Slogan die ganze Republik bewegte, eine längerfristige Zusammenarbeit aufbauen. „Wir wollen in regelmäßigen Abständen neue Fahrzeuge präsentieren“, erläutert Steeger. Geplant ist ein Rhythmus von zwei bis vier Wochen.

Die längerfristige Ausrichtung kommt auch im Preis zum Ausdruck: Den Fiat 500 Pop Star gibt es ab 99,98 Euro im Monat, der Doblò Kombi startet bei 138,46 Euro. Der Kunde hat nur begrenzte Wahlmöglichkeiten: 10.000, 15.000 und 20.000 Kilometer jährliche Laufleistung sowie eine Vertragslaufzeit von 24, 36 oder 48 Monaten sind möglich.

Dauerhafter Vertriebskanal statt Kampfpreis

Es dürfte wohl auch für andere Fiat-Händler kein Problem sein, ähnliche Angebote zu schnüren. Entsprechend dürfte der Aufschrei im Händlernetz überschaubar sein. Im Gegensatz zur Lidl-Aktion: Damals stellte FCA Germany ein Angebot für die Händler zusammen und drohte dem Autohaus König rechtliche Schritte an. Am Ende bot der Hersteller in eigener Kooperation den Fiat 500 bei Tchibo über Sixt an.

Während Fiat mit der Lidl-Aktion im Frühjahr überrascht wurde, informierte nun das Autohaus König den Importeur im Vorfeld. Ein weiteres Indiz, dass der Onlinevertrieb mehr und mehr in der Branche ankommt.

Das zeigen auch die Zahlen: „Das Angebot von Lidl haben Millionen angeschaut und wir haben 1.000 Fahrzeuge in sechs Tagen verkauft“, berichtet Steeger. Insgesamt wäre wohl deutlich mehr drin gewesen, denn „Tausende haben sich eingetragen, um über Nachfolgeangebote informiert zu werden.“ Diesmal fällt der Ansturm deutlich kleiner aus.

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Über den Autor

 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände