Ford, Land Rover, Volvo Autohaus Löbau stellt Insolvenzantrag

Von Julia Mauritz 1 min Lesedauer

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Das schwächelnde Neuwagengeschäft und die gestiegenen Kosten belasten den Automobilhändler mit zwei Filialen in Löbau und Zittau. Der vorläufige Insolvenzberater prüft nun Sanierungsoptionen und sucht Investoren.

Der Stammsitz des Autohauses in Löbau. (Bild:  Autohaus Löbau)
Der Stammsitz des Autohauses in Löbau.
(Bild: Autohaus Löbau)

Das Autohaus Löbau mit zwei Standorten in Löbau und Zittau hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Dresden bestellte den Rechtsanwalt Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Verkaufs- und Werkstattbetrieb geht beim Ford-, Land Rover- und Volvo-Händler, der zudem auch die E-Bike-Marke Urtopia vertreibt, vorerst uneingeschränkt weiter.

Die Gründe für die wirtschaftliche Schieflage des Familienunternehmens bezeichnet die Kanzlei als vielschichtig: Zur Kaufzurückhaltung der Stammkunden des Autohauses habe sich ein ruinöser Preiskampf bei Neuwagen gesellt, gleichzeitig seien die Kosten für Personal, Energie und Kraftstoffe deutlich gestiegen. Im Endergebnis sei die Liquidität so unter Druck geraten, dass die Zahlungsunfähigkeit drohte.

Jetzt will der vorläufige Insolvenzverwalter Sanierungsoptionen prüfen und sich auf die Suche nach möglichen Investoren oder finanzstarken Partnern begeben. „Wir werden alles versuchen, eine Sanierung zu ermöglichen und die Autohäuser zu erhalten“, sagt Dirk Herzig.

Die rund 75 Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende, seien bereits über die aktuelle Situation des Autohauses und das Insolvenzverfahren informiert worden. Ihre Löhne und Gehälter seien bis einschließlich März über das Insolvenzgeld abgesichert, das die Agentur für Arbeit zahlt. Nach dem Insolvenzgeldzeitraum werde das Autohaus wieder selbst die Löhne und Gehälter der Beschäftigten übernehmen: „Wir wollen das Autohaus Löbau mithilfe der Instrumente des Insolvenz- und Sanierungsrechts wirtschaftlich wieder in die richtige Richtung lenken und die Suche nach Investoren zielgerichtet voranzutreiben“, unterstreicht Herzig. Die Rückmeldungen der finanzierenden Herstellerbanken stimmten ihn mit Blick auf den Erhalt der beiden Standorte und möglichst vieler Arbeitsplätze zuversichtlich.

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