Autohaus Löffler übernimmt Ford in Würzburg
Am Standort des pleite gegangenen Ford-Autohauses Saalmüller in Würzburg startet am 1. Dezember das Autohaus Löffler. Zusätzlich zu Ford hat der neue Inhaber auch schon eine zweite Marke in der Pipeline.
Ford hat ab 1. Dezember wieder einen Vertriebspartner in Würzburg. Das Schweinfurter Autohaus Löffler (Skoda und Peugeot) macht am Standort des pleite gegangenen Autohauses Saalmüller einen Neustart. Von den zuletzt bei Saalmüller beschäftigten 60 Mitarbeitern will Geschäftsführer Robert Löffler 21 wieder einstellen. „Unser Name ist in Schweinfurt und Umgebung gut bekannt“, sagte der fränkische Unternehmer, der die Würzburger Filiale künftig neben dem Peugeot-Betrieb in Schweinfurt führen will, im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. „Wir sind ein Familienbetrieb, bei dem der Kunde im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht.“
Löffler will in den voraussichtlich bis April andauernden Umbau des Standorts in der Nürnberger Straße rund 600.000 Euro investieren. Im Zuge der Baummaßnahmen soll der Schauraum von 500 auf 1.300 Quadratmeter vergrößert werden. Das Eingangsportal wird deutlich auffälliger ausgebaut und es sollen vier Direktannahmeplätze entstehen. Der Außenbereich wird in einen befahrbaren Gebrauchtwagenpark für rund 100 Fahrzeuge umgestaltet. Bereits am kommenden Wochenende wird Löffler am neuen Standort ein Advents-Event ausrichten und produktseitig die neuen Modelle C-Max und Grand C-Max präsentieren.
Mit der neuen Volumenmarke will Löffler in Würzburg im ersten vollen Geschäftsjahr 350 bis 400 Neuwagen verkaufen.
Auto Löffler macht auch Kia
Als Ergänzung zu Ford im Niedrigpreis- sowie im SUV-Bereich will Löffler zudem ab Januar 2011 Kia in Würzburg vermarkten. Das koreanische Fabrikat wird sich mit Ford den Schauraum teilen – für eine separate Markenpräsentation sorgt eine verstellbare Trennwand.
1983 starteten die Brüder Robert und Edmund Löffler in Schweinfurt mit einem 1A-Autoservice-Betrieb. Sechs Jahre später wurden sie Peugeot-Partner. Skoda kam 2001 hinzu. Der Schweinfurter Stammbetrieb beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter.
Bereits 2009 war Ford-Saalmüller, das 2006 noch über ein umfangreiches Filialnetz in und um Würzburg verfügt hatte, in finanzielle Schieflage geraten. In der Folge scheiterten mehrfach Übernahmeverhandlungen, bevor der ehemalige Inhaber Jörg Saalmüller Mitte April 2010 ein Insolvenzverfahren beantragte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Hundertausend Euro an ausstehenden Löhnen und Sonderzahlungen zu Lasten der Beschäftigten aufgelaufen. Zuletzt war der ehemalige Sessner-Geschäftsführer Jens Bergmann als ernsthafter Kaufinteressent aus Gesprächen mit Insolvenzverwalter Frank Hanselmann ausgestiegen.
(ID:366851)