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Autohaus Nau übernimmt Opel-Betrieb in Friedberg

Autor: Yvonne Simon

Das Friedberger Autohaus Kuhl hat einen neuen Besitzer: Seit Anfang Juli gehört der Betrieb zum Autohaus Nau mit Hauptsitz in Gießen. Für das zur AVAG gehörende Unternehmen stellt die Übernahme eine Arrondierung des eigenen Marktgebietes dar.

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Das ehemalige Autohaus Kuhl gehört fortan zum Autohaus Nau und damit zur AVAG-Gruppe.
Das ehemalige Autohaus Kuhl gehört fortan zum Autohaus Nau und damit zur AVAG-Gruppe.
(Bild: Autohaus Nau)

Das Gießener Autohaus Nau wächst um einen sechsten Standort: Wie Peter Jung, Geschäftsführer des zur AVAG gehörenden Unternehmens, im Gespräch mit »kfz-betrieb« bestätigte, ist das Opel-Autohaus Kuhl in Friedberg seit dem 1. Juli Teil von Nau. Inhaber Armin Kuhl hatte keinen Nachfolger für seinen Betrieb und das Autohaus nach 63 Jahren verkauft.

Jung sieht in der Übernahme eine perfekte Arrondierung des eigenen Marktgebietes. Durch das aggressive Schalten von Werbung in regionalen Medien habe man Friedberg in der Vergangenheit bereits abgedeckt. Mit dem neuen Betrieb gewinnt Nau in der hessischen Kleinstadt nun 600 Quadratmeter an Ausstellungsfläche hinzu und erweitert den Personalbestand um alle 41 Mitarbeiter von Kuhl.

Zuletzt verkaufte das Autohaus Kuhl 400 neue Opel – diese Marke will das übernehmende Autohaus Nau übertreffen.
Zuletzt verkaufte das Autohaus Kuhl 400 neue Opel – diese Marke will das übernehmende Autohaus Nau übertreffen.
(Bild: Autohaus Nau)

Für die Kunden wird sich dennoch etwas ändern: Kuhls Händlervertrag mit Seat wird das übernehmende Unternehmen nicht weiterführen. Nau betreibt das Autohaus zunächst als reinen Opel-Standort, weitere Marken könnten später hinzukommen. Konkrete Absatzziele nannte der Geschäftsführer noch nicht. Kuhl hatte zuletzt rund 400 Neuwagen der Rüsselsheimer Marke verkauft – diese Zahl soll übertroffen werden. Die kommenden Monate wird das Autohaus damit verbringen, den Betrieb auf den neuesten CI-Stand zu bringen, bis Ende des Jahres soll der Umbau abgeschlossen sein.

Das Autohaus Nau verfügt neben der Zentrale in Gießen und dem neuen Betrieb in Friedberg über vier weitere Opel-, Hyundai- und Honda-Autohäuser in Marburg, Wetzlar, Butzbach sowie Stadtallendorf und beschäftigt fortan knapp 200 Mitarbeiter. Seit 1991 ist das Unternehmen Teil der Augsburger AVAG, die zu den größten europäischen Autohandelsgruppen gehört. Im vergangenen Jahr vermarktete Nau zwischen 2.000 und 2.300 Neuwagen sowie knapp 4.000 Gebrauchte.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel