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In naher Zukunft, so sind sich Stegmaier und Büeck sicher, werden die Privatkunden keine Autos mehr kaufen, sondern maßgeschneiderte Mobilität, für die sie monatliche Raten bezahlen. Schon heute legt das Crailsheimer Unternehmen daher gesteigerten Wert auf eine genaue Bedarfsanalyse und testet sein Mobilitätskonzept als Alternative zum Leasing aus: Seine rund 200 Fahrzeuge starke Flotte vermietet das Autohaus nicht nur als klassische Service- oder Unfallersatzfahrzeuge, sondern auch für Gruppenausflüge, Geschäftsreisen, Umzüge oder Urlaubsreisen.
Die Mieter sind zumeist Stammkunden des Autohauses, die ein Auto für einen besonderen Anlass brauchen, oder Unternehmen. Letztere decken mit den Mietfahrzeugen Kapazitätsspitzen ab, überbrücken Probezeiten von Mitarbeitern oder nutzen die Fahrzeuge für Incentive-Aktionen.
„Durch die Zusammenarbeit mit der Ford-Händler-Dienstleistungsgesellschaft können wir auf Einkaufskonditionen zurückgreifen, die denen der großen Vermietfirmen ähneln“, unterstreicht Stegmaier. Die mietenden Unternehmen profitierten von einer flexibel gestalteten Laufzeit des Langzeitmietvertrags und von einer geringeren Kapitalbindung.
Damit auch hinter der Bühne alles reibungslos läuft, haben die beiden Geschäftsführer eine eigene Software entwickelt, mit der sie ihre Mietwagen verwalten. Nach vier bis sechs Monaten tauscht das Automobilforum die Fahrzeuge in der Regel aus. So fallen für den Crailsheimer Betrieb keine Wartungs- und Verschleißreparaturen an und er generiert darüber hinaus attraktive junge Gebrauchtwagen.
Absatzwachstum ohne Umweltprämie
Ingesamt will das Automobilforum 2010 deutlich mehr als 600 Autos aus zweiter Hand vermarkten – das sind gut 100 Stück mehr als im vergangenen Jahr. Um das zu erreichen, hat der Crailsheimer Betrieb seine Gebrauchtwagenprozesse auf den Prüfstand gestellt und die Verkaufsmannschaft umstrukturiert. „Jetzt hat jeder einen Bereich, den er verantwortet“, sagt Stegmaier.
Voll in Anspruch nimmt die beiden Geschäftsführer aktuell der Aufbau der Marke Toyota: „Wir haben das Fabrikat vor gut einem Jahr neu dazugenommen und hatten keinerlei Bestandskunden“, betont Büeck. Angesichts der zahlreichen Besuchermagnete, der ausgeklügelten Prozesse des Autohauses und des kompetenten Teams ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis das Automobilforum mit der japanischen Marke genauso erfolgreich ist wie mit Ford.
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