Autohaus Voigt kann weitermachen

Autor / Redakteur: Gerd Steiler / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Für das insolvente VW/Audi-Autohaus Voigt im sächsischen Löbau geht es weiter. Das Autohaus Elitzsch (VW, Audi, Skoda) aus Kamenz übernimmt zwei Voigt-Filialen in Bautzen und Löbau.

Das Autohaus Elitzsch (VW, Audi, Skoda) aus Kamenz sichert den Fortbestand des insolventen VW/Audi-Kollegen Voigt in Löbau und 94 Arbeitsplätze.
Das Autohaus Elitzsch (VW, Audi, Skoda) aus Kamenz sichert den Fortbestand des insolventen VW/Audi-Kollegen Voigt in Löbau und 94 Arbeitsplätze.
(Foto: AH Voigt)

Das insolvente VW/Audi-Autohaus Voigt mit Hauptsitz im sächsischen Löbau ist gerettet. Wie die Online-Ausgabe der Sächsischen Zeitung (SZ-Online) am Dienstag berichtete, übernimmt das Autohaus Elitzsch (VW, Audi, Skoda) aus Kamenz die beiden in finanzielle Schieflage geratenen Voigt-Filialen in Bautzen und Löbau. Das Autohaus Elitzsch führt den Angaben zufolge beide Betriebe weiter und sichert damit insgesamt 94 Arbeitsplätze.

Der Standort in Löbau werde künftig den Namen Autohaus Elitzsch tragen. Bei der zweiten Filiale in Bautzen sei neben dem Autohaus Elitzsch auch das Autohaus Bautzen Ost als Investor beteiligt. Deshalb firmiere dieser Standort künftig als Autohaus Bautzen Ost, heißt es.

Das im Jahr 1920 gegründete Autohaus Elitzsch hat seinen Sitz im sächsischen Kamenz und vertritt heute die Marken VW, Audi und Skoda. Das in vierter Generation geführte Familienunternehmen betreibt derzeit sieben Standorte in Ostsachsen und beschäftigt über 250 Mitarbeiter. Mit der Übernahme des Autohauses Voigt wächst die Elitzsch-Gruppe nun auf neun Standorte und 347 Mitarbeiter an.

Strategische Entscheidung

Für Geschäftsführer Thomas Elitzsch ist die Übernahme des Autohauses Voigt vor allem ein strategisch wichtiger Schritt, um seine Autohaus-Kette regional weiter zu etablieren. Für die Handelsgruppe ist es nicht die erste Übernahme. Bereits im Sommer 2013 hatte das Autohaus Elitzsch drei Betriebe von Auto Garant in Görlitz, Zittau und Niesky übernommen – inklusive aller 80 Mitarbeiter.

Dass das Autohaus Elitzsch die Mitarbeiter der zwei Voigt-Filialen behält, war eines der Hauptargumente für Insolvenzverwalter Silvio Höfer (Hannover), die Geschäfte an Thomas Elitzsch zu verkaufen. „Es gab mehrere Interessenten für beide Standorte, aber Thomas Elitzsch sicherte eine Übernahme der Mitarbeiter zu. So fiel die Wahl auf ihn“, so Höfer gegenüber der Zeitung. Er sieht die Übernahme und die Zukunft der Standorte durchweg positiv.

Das Insolvenzverfahren des Autohauses Voigt laufe dennoch weiter. Dies habe jedoch keine Auswirkungen auf den Betrieb der beiden Standorte. „Das Autohaus Elitzsch und die Mitarbeiter können ohne Altlasten neu starten“, so Höfer weiter.

„Mangelnde Rentabilität“

Erst im Jahr 2012 hatten die Inhaber Thomas und Anja Voigt die zwei Standorte in Bautzen und Großenhain vom fast gleichnamigen insolventen Autohaus Vogt übernommen. Das Autohaus Voigt hatte im vergangenen Dezember dann selbst einen Insolvenzantrag gestellt. Die Filiale in Großenhain wurde kurz danach wegen „mangelnder Rentabilität“ geschlossen.

Das Autohaus Voigt gibt es seit fast 60 Jahren. Gegründet wurde der Betrieb 1957 in Hochkirch, später kamen die Volkswagen- und Audi-Betriebe in Löbau sowie zuletzt 2012 in Bautzen und Großenhain hinzu. Nun gibt es nur noch das Autohaus in Hochkirch. Dieses ist vom aktuellen Insolvenzverfahren aber nicht betroffen.

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