Body-&-Paint-Weltmeisterschaft Automechanika 2021: Body-&-Paint-Finale findet statt

Autor: Edgar Schmidt

Im Jahr 2019 hatte die Automechanika ihren ersten Body-&-Paint-Wettbewerb auf der Automechanika Birmingham gestartet. Im September 2021 kommt es nun zum Finale dieser Weltmeisterschaft auf der Automechanika Frankfurt Digital Plus. Kurz vorher kämpfen noch die deutschen Lackierprofis um einen Platz im Finale.

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Das Finale der Automechanika „Body & Paint Weltmeisterschaften“ wird im September in Frankfurt stattfinden.
Das Finale der Automechanika „Body & Paint Weltmeisterschaften“ wird im September in Frankfurt stattfinden.
(Bild: Messe Frankfurt)

Im deutschen Wettbewerb der Automechanika Body-&-Paint-Weltmeisterschaft treten am 14. September Lack- und Karosserie-Profis auf der Automechanika Digital Plus in Frankfurt gegeneinander an. Sie müssen mit ihrer Arbeit eine Fachjury überzeugen, um anschließend ins große Finale einziehen zu können. Drei Finalisten, die sich bereits 2019 in Birmingham, Johannesburg und Shanghai durchgesetzt hatten, sind schon sicher dabei.

Wie bei den anderen Landeswettbewerben besteht auch in Deutschland die Wettbewerbsaufgabe darin, eine Motorhaube mit einem landestypischen Motiv zu gestalten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf technischer Perfektion und kreativem Design. Gesponsert wird der deutsche Wettbewerb von den Firmen Akzonobel, Axalta, BASF, Carbon und Sata. Diese Unterstützer schicken ihre Teilnehmer in den nationalen Wettbewerb.

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Günter Blümel aus Wien und Diego Del Nilo aus München treten für Akzonobel an. Der 54-jährige Blümel, Geschäftsführer der Autospenglerei Blümel GmbH in Wien, ist ein großer Fan von Effektlackierungen, die er mit farbintensiven und kreativen Motiven verwirklicht. Zum Motiv erklärt er: „Für die Gestaltung der Wettbewerbs-Motorhaube habe ich schon eine Idee im Kopf, ich will Deutschland und Österreich sowie Frankfurt und Wien miteinander verbinden, auch die beiden Länderfahnen werden eine Rolle spielen.“

Suche nach kreativen Herausforderungen

Seit über 20 Jahren ist das Airbrushen Diego Del Nilos Leidenschaft, jetzt geht der Lackierermeister aus München beim Automechanika-Wettbewerb an den Start. „Eine gewisse Besessenheit gehört für mich zu meinem Job dazu. Deshalb suche ich auch gerne nach kreativen Herausforderungen – das ist auch der Grund warum ich am Body-&-Paint-Wettbewerb teilnehme.“

Axalta ist mit seinen drei Reparaturlackmarken Standox, Spies Hecker und Cromax ebenfalls Wettbewerbssponsor. Die Marke Standox schickt Lackierermeister Alexander Hagemann aus Rottenburg am Neckar sowie Andreas Kräßner aus Schwelm ins Rennen. Hagemann hat sich vorgenommen, „16 unterschiedliche Lackiertechniken und Lackeffekte einzusetzen – eine für jedes deutsche Bundesland“. Kräßner schwebt ein Motiv vor, das die große Ingenieurs- und Automobiltradition in Deutschland thematisieren soll.

Mit Laura und David Walther nimmt auch ein Ehepaar am Body-&-Paint-Contest teil. Die beiden Lackierermeister treten für Spies Hecker an. Schließlich verwenden sie auch bei ihrem Arbeitgeber, der Autolackiererei Lohs in Limbach-Oberfrohna in Sachsen, Produkte dieser Marke.

Sata schickt die 19-jährige Fahrzeuglackiererin Josephine Ellwein aus Vaihingen an der Enz ins Rennen. Für sie steht der Spaß an neuen Herausforderungen sowie ihre Begeisterung für die Lackierkunst im Vordergrund. Die Motorhaube, die sie mittels Lasuren, Folientechnik, Lackierung und Airbrush veredelt, wird ein Motiv zeigen, das von der Stadt Frankfurt mit seinen Innovationen und Denkmälern und seiner Lage als Zentrum von Deutschland und Europa inspiriert ist.

Spannender Blick über den Tellerrand

Nick Habich, Leiter der Werkstatt und des Lack-&-Design-Centers HM Habich und Miller ist Kandidat von BASF. „Für mich geht es um das Mitmachen, dabei zu sein und zu sehen, was andere Künstler oder Lackierer auch international machen – das finde ich sehr spannend“, erklärt er. Das Motiv hat der gelernte Modell- und Formenbauer aus Mammendorf bei München schon fertig im Kopf: „Ich habe mich für Bayern entschieden und habe die Motorhaube im Rautenmuster der bayerischen Fahne lackiert. Komplettiert wird das Design durch vier historische Gebäude, ebenfalls aus Bayern.“

Auch Carbon tritt als Sponsor an und schickt engagierte Kandidaten ins Rennen, um den Body-&-Paint-Wettbewerb für sich zu entscheiden. Man darf gespannt sein auf ihre Ideen und Motive, an denen ebenfalls mit viel Kreativität und Herzblut gearbeitet wird.

Das internationale Finale findet dann am 16. September auf der Automechanika Frankfurt Digital Plus 2021 statt. Die Preise werden überreicht vom Ideengeber des Wettbewerbs, Wolfgang Auer, Chefredakteur der Fachzeitschrift fml, und Michael Rehm, Chefredakteur Lackiererblatt. Auch Publikumssieger soll es geben, die von Messebesuchern vor Ort sowie online ermittelt werden.

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Über den Autor

 Edgar Schmidt

Edgar Schmidt

stellv. Leiter Ausbildungsmedien