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Automobil-Jubiläen: Viele runde Geburtstage

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

2016 feiert das Automobil seinen 130. Geburtstag. Unter den insgesamt 300 Jubiläen 2016 befinden sich aber nicht nur Modelle und Marken.

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Zahlreiche Autojubiläen feiern die Hersteller 2016.
Zahlreiche Autojubiläen feiern die Hersteller 2016.
(Foto: Mazda)

Im Jahr 1886 setzten die ersten Patent-Autos von Carl Benz und Gottlieb Daimler die entscheidende Initialzündung für alle Motorwagen. Runde Geburtstage feiern 2016 aber auch die Gründung großer Marken wie Mercedes-Benz (1926), BMW (1916) oder Rolls-Royce (1906).

Und natürlich gilt es, die Jahrestage legendärer Modellreihen wie Morgan 4/4 (seit 1936 bis heute!), BMW 02-Serie (vor 50 Jahren vorgestellt) oder das Duell der Zwölfzylinderversionen von BMW 7er und Mercedes S-Klasse (seit 25 Jahren) zu zelebrieren. Die Gedenktage umfassen aber auch Niederlagen wie den Untergang des Borgward-Imperiums vor 60 Jahren und das Ende von Talbot im Jahr 1986.

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2016 liefert ein schillernd-buntes Potpourri an bedeutenden Jahrestagen, von Personen (so den 100. Geburtstag von Sportwagenbauer Ferruccio Lamborghini und den 80. Todestag von Automobilpionier Louis Chevrolet) aber auch Facetten des Straßenbaus. Letzterer wurde 1926 durch die Gründung des Autobahnbau-Vereins Hafraba (Hamburg-Frankfurt-Basel) entscheidend vorangetrieben. Im selben Jahr sorgten im Verkehrsgewühl von Berlin neue Ampeln mit der Lichtzeichenfolge Rot-Gelb-Grün für mehr Sicherheit.

Große italienische Gefühle bewirkte vor 50 Jahren eine ganze Sportwagenschwadron im Zeichen der Trikolore. Allen voran das Traum-Trio aus Lamborghini Miura, Maserati Ghibli und Ferrari 330 GTC, aber auch De Tomaso Mangusta, Alfa Romeo Spider (Duetto) und Fiat 124 Spider, der heute mit Mazda-Hilfe sein Revival erlebt. Was damals noch keiner ahnte: Im kantigen, kompakten Limousinenkleid startete der Fiat 124 zu einer Karriere, die erst knapp 50 Jahre später enden sollte – in Russland. Denn dort lief der Italiener in fast 20 Millionen Einheiten als Lada vom Band.

Über solche Zahlen konnte Elliott Handler nur mitleidig lächeln. Der Mitbegründer des US-Spielwarengiganten Mattel entwickelte vor einem halben Jahrhundert die Idee aufregender Hot-Wheels-Modellautos als Konkurrenz zu den englischen Matchbox-Miniaturen. Zurück zu den Automobilen im Maßstab 1:1, die auch 1966 genügend faszinierende Vorbilder für Spielzeugmodelle lieferten. Etwa als amerikanischer Pony-Car-Herausforderer Chevrolet Camaro, englischer Kunststoffracer Lotus Europa, schneller Porsche 911 S, kompakter Bayernbomber BMW 1600-02, Opel Rekord C im Coke-Bottle-Design, exotischer Subaru Fronte mit Boxermotor oder des Volvo 144.

Zehn Jahre später hatte sich die Welt vom Schock der ersten Ölkrise gerade erholt und feierte das mit einem großen Strauß sportlicher Modelle und einem bescheideneren Bouquet neuer Minis. Allen voran der Ford Fiesta. Gegen den Megaseller von Ford war der vom Peugeot 104 abgeleitete Citroen LN nur ein „Spatz aus Paris“, wie auch die Werbung meinte. Kleine Stückzahlen, aber große Emotionen, dafür standen Ferrari 512 BB, Lotus Esprit, BMW 6er, Triumph TR7 – und der Porsche 911 mit feuerverzinkter Karosserie.

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