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Automobile Renner erschafft geschlossenes Marketingsystem

| Autor: Martin Achter

Der Dacia- und Renault-Händler aus Mecklenburg-Vorpommern setzt auf eine Retargeting-Strategie. Das Unternehmen lotst Kunden auf seine Webseite und bildet dort sein Leistungsspektrum vollständig ab. Der Lohn ist Platz drei beim Internet Sales Award.

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Automobile Renner in Parchim, 40 Kilometer südöstlich von Schwerin, hat ein geschlossenes Onlinemarketing-System entwickelt.
Automobile Renner in Parchim, 40 Kilometer südöstlich von Schwerin, hat ein geschlossenes Onlinemarketing-System entwickelt.
(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bekanntermaßen vor allem eines: viel Fläche. Das ist für jedes Autohaus eine Herausforderung. Für Automobile Renner in Parchim – 40 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Schwerin gelegen – kommt aber gleich noch eine zweite dazu: Der Renault- und Dacia-Betrieb liegt sozusagen in zweiter Reihe in einem Gewerbegebiet; also nicht direkt an einer Hauptverkehrsader, die ihm automatisch Kunden zufließen lässt, sondern in einer Nebenstraße.

Präsent ist Automobile Renner trotzdem überall in der Region, insbesondere im Internet. Das 16-Mann-Unternehmen hat ein geschlossenes Onlinemarketing-System entwickelt, das potenzielle Kunden immer wieder auf das Autohaus, seine Webseite und sein Angebot aufmerksam macht. Ziel sei es, den Betrieb mit seinem gesamten Leistungsspektrum vollständig im Internet abzubilden – von der Möglichkeit zur Vereinbarung von Werkstattterminen bis zum Verkauf eines vollkonfigurierten Neuwagens zum Händlerpreis, erläutert Geschäftsführer René Hüning.

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Klar, das Internet ist ein globaler Medienkanal – gleichzeitig ist es aber auch ein regionaler Marktplatz. Automobile Renner jedenfalls konzentriert sich im Onlinemarketing auf die Region um Parchim mit 60 Kilometern Umkreis. Denn bei der Werbung in sozialen Onlinenetzwerken und im Bereich des Suchmaschinenmarketings lässt sich das regionale Einzugsgebiet vergleichsweise präzise definieren.

„Unser Markt ist der lokale Markt, und darauf verwenden wir unsere Onlinebudgets“, sagt Hüning. Die Kampagnen sind dabei differenziert; sie sollen Autokäufer wie Werkstattkunden, Privat- und Gewerbekunden sowie Käufer von Zubehör ansprechen.

Internetnutzer aus dem Umland, die einmal über eine Suchmaschinenanzeige auf die Webseite des Autohauses gelotst wurden und sich dadurch als Kaufinteressenten identifiziert haben, lässt das Unternehmen erst einmal nicht mehr los. Für die nächsten 90 Tage werden sie auf kooperierenden Webseiten per Displaywerbung – sprich Onlinebanner – auf das Angebot des Autohauses aufmerksam gemacht.

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Hier handelt es sich um klassisches Retargeting oder Remarketing, wie dieses Internetwerbeformat auch genannt wird. Auf der Webseite von Renner werden die Nutzer mit sogenannten Cookies, also Code-Schnipseln, versehen, durch die andere Seiten erkennen können, dass sie sich für Neuwagen von Dacia oder Renault interessieren. Dadurch können die potenzielle Kunden auch außerhalb der Web-Präsenz des Autohauses gezielt mit Onlinewerbung bespielt werden. Zusätzlich wertet Automobile Renner das Surfverhalten der Nutzer seiner Webseite aus, um neue Onlinekampagnen zu generieren und einzelne Zielgruppen noch genauer anzusprechen.

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«