Robotik/Physische KI Autowelt Prusseit schickt Roboter ins Tagesgeschäft

Von Dr. Martin Achter 6 min Lesedauer

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Der freie Händler aus Horb am Neckar testet humanoide Robotik im Alltagsgeschäft: Roboter lokalisieren Fahrzeuge, holen Schlüssel, führen Kunden – künftig sollen sie Autos aussaugen und mehr. Inhaber Matthias Prusseit hat als First Mover das Renditepotenzial im Blick.

Kollaboratives Trio vor der Autowelt Prusseit in Horb am Neckar: Der rollende Orionstar-Roboter (Mitte) bildet das zentrale Nervensystem, der Quadruped von Neura Robotics (l.) kartografiert das Gelände, der Unitree-Humanoide übernimmt Botengänge wie das Holen von Fahrzeugschlüsseln.(Bild:  Achter – VCG)
Kollaboratives Trio vor der Autowelt Prusseit in Horb am Neckar: Der rollende Orionstar-Roboter (Mitte) bildet das zentrale Nervensystem, der Quadruped von Neura Robotics (l.) kartografiert das Gelände, der Unitree-Humanoide übernimmt Botengänge wie das Holen von Fahrzeugschlüsseln.
(Bild: Achter – VCG)

Die Autowelt Prusseit aus Horb am Neckar, südwestlich von Stuttgart, lotet gerade die technologische Zukunft des Kfz-Gewerbes aus: Seit zwei Monaten lässt Inhaber Matthias Prusseit Roboter durchs Gelände laufen und rollen. Was dabei an Wissen entsteht, soll das Unternehmen künftig wirtschaftlich massiv beflügeln. Ob das ein Weg ist, dürfte auch andere Händler interessieren.

In der Branche ist Prusseit kein Unbekannter – auch weil er offen mit seinen Zahlen umgeht: Die Umsatzrendite seines Unternehmens beziffert er im zweistelligen Bereich, während der Branchenschnitt derzeit bei unter einem Prozent liegen dürfte. Dies sorgt in Händlerkreisen natürlich für Diskussionsstoff. Unstrittig dürfte jedoch sein, dass Prusseit mit seinem Robotik-Vorstoß gerade eine Vorreiterrolle einnimmt, die in der Branche genau beobachtet wird. Und er kann sich diese aufgrund der erwirtschafteten Erträge auch leisten, wie er sagt.