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AVAG baut in Nürnberg um

| Autor: Jens Rehberg

Mehr als sechs Millionen Euro investiert die AVAG-Holding in eine neue Kropf-Filiale in Nürnberg. Drei Marken ziehen im Herbst dort ein.

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Der ehemalige Obi-Markt in der Bessemer Straße eignet sich gut für den Umbau zum Autohaus.
Der ehemalige Obi-Markt in der Bessemer Straße eignet sich gut für den Umbau zum Autohaus.
(Foto: Rehberg)

Der traditionsreiche Opel-Partner Kropf in Nürnberg erhält eine zusätzliche Filiale im Nordosten des Stadtgebiets. Die AVAG-Gruppe, zu der das Autohaus Kropf seit 2010 gehört, investiert in den Umbau eines ehemaligen Baumarkts sowie das entsprechende Grundstück nach eigenen Angaben insgesamt über sechs Millionen Euro.

In dem Betrieb, dessen Eröffnung für Mitte September 2015 geplant ist, werden künftig die Fabrikate Opel, Ford und Dacia vermarktet. Mittelfristig sollen 50 bis 60 Mitarbeiter in der neuen Kropf-Filiale arbeiten. Starten wird der Betrieb im Herbst mit zunächst 20 bis 30 Angestellten. Der Umbau ist bereits in vollem Gange.

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„Nürnbergs Potenzial ist enorm“, sagte Andreas Mutschler, Geschäftsführer des Autohauses Kropf, am Freitag an der Baustelle im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Gerade im Nordosten der Stadt gebe es in Sachen Automobil nur wenige Angebote. Das Zielvolumen für den dritten Kropf-Standort sieht der Geschäftsführer bei 300 bis 400 Opel-Neuwagen, ebenso vielen Ford-Modellen sowie 100 neuen Dacias.

Hauptgrund für die Erweiterung um eine Filiale sind die begrenzten räumlichen Kapazitäten am Kropf-Stammhaus in der Deutschhernnstraße – der dortige Handel platzt nach Angaben des Unternehmens aus allen Nähten. „Wir brauchen einfach mehr Fläche, wollen uns aber natürlich auch neues Geschäft erschließen“, erläutert Andreas Mutschler. Dafür scheint der neue Standort, um den herum sich zu den Stoßzeiten viel Pendlerverkehr windet, gut geeignet.

Gemäß der AVAG-Strategie einer strikten Markentrennung werden die Fabrikate auch in dem neuen Betrieb in der Bessemer Straße klar separiert. An der Einfahrt auf das Gelände stehen die jeweiligen Pylone zwar in Eintracht beieinander. Jede Marke hat aber ihren eigenen Eingang und ihren baulich abgetrennten Verkaufsbereich. Opel und Ford haben auch jeweils ihre eigene Direktannahme. Das Geschäft läuft zudem über verschiedene Vertriebsgesellschaften.

Insgesamt umfasst das Grundstück 6.200 Quadratmeter. Neben den drei Schauräumen enthält das Gebäude einen Servicebereich mit neun Werkstattplätzen, eine Waschhalle, ein Reifenlager sowie Büro- und Sozialräume. Auf dem Außengelände werden fürs Erste circa 50 Gebrauchtwagen Platz finden. Andreas Mutschler hat aber schon ein angrenzendes Teilgrundstück im Visier, das weiteren Parkraum gewährleisten würde.

Belegschaft fast verdoppelt

Das AVAG-Geschäft in Nürnberg hat sich seit der Übernahme des Opel-Traditionsbetriebs 2010 gut entwickelt. Zuvor war das Autohaus Kropf in den Nullerjahren zwei Mal in die Insolvenz geschlittert. Die von 70 (2010) auf heute 120 Mitarbeiter angewachsene Belegschaft in der Deutschherrnstraße erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 56 Millionen Euro. Der Betrieb vermarktete im vergangenen Jahr 2.300 Neu- und 1.400 Gebrauchtfahrzeuge. Der regionale Marktanteil mit Opel liegt bei über 12 Prozent.

Die AVAG-Gruppe, die außer in Deutschland auch in Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn aktiv ist, ist europaweit an 51 Autohäusern mit 140 Filialen beteiligt. Der Konzern vermarktet mit seinen 3.650 Mitarbeitern neben dem Stammfabrikat Opel auch die Marken Toyota/Lexus, Ford, Nissan, Honda, Subaru, Suzuki, Hyundai, Kia, Peugeot, Citroën, Fiat, Alfa Romeo, Volvo und Dacia.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk bei der Vogel Communications Group