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AVAG übernimmt Betriebe in Mainburg und Pfaffenhofen

Autor: Yvonne Simon

Die Augsburger Autohandelsgruppe AVAG wächst um zwei Betriebe in der Hallertau. Beide Filialen gehörten zuvor zum Autohaus Straub, das Ende letzten Jahres Insolvenz anmelden musste. An dessen Hauptsitz in Wolnzach wurden die Türen derweil geschlossen.

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Die AVAG mit Stammsitz in Augsburg gehört zu den größten Autohandelsgruppen Europas.
Die AVAG mit Stammsitz in Augsburg gehört zu den größten Autohandelsgruppen Europas.
(Bild: AVAG)

Die größte deutsche Autohandelsgruppe integriert zwei Betriebe des insolventen Opel-Partners Straub in ihre Strukturen. Wie die AVAG am Mittwoch bekanntgab, übernimmt das Automobilzentrum Ingolstadt den Standort Pfaffenhofen an der Ilm. Das Autohaus Sieber führt die Filiale in Mainburg weiter. Informationen der Händlerwebsites zufolge laufen die Betriebe bereits seit 8. beziehungsweise 1. März unter der Fahne des Augsburger Handelsriesen.

Das Automobilzentrum Ingolstadt verfügt nun über zwei Opel-Standorte in der Region und gewinnt durch die Übernahme 200 Quadratmeter an Ausstellungsfläche sowie 11 Mitarbeiter hinzu. Der Standort Mainburg bringt dem Opel-, Peugeot- und Subaru-Partner Sieber neben Landshut und Dingolfing einen dritten Standort mit einen Schauraum von 600 Quadratmetern sowie insgesamt 16 neue Mitarbeiter. Beide Standorte wollen die AVAG-Töchter in den kommenden Monaten modernisieren.

Straub-Hauptsitz in Wolnzach geschlossen

Laut einer Meldung des Donaukuriers Anfang März wurde der Hauptstandort des Autohauses Straub in Wolnzach bereits Ende Februar geschlossen. Während es sich bei den beiden Filialen in Pfaffenhofen und Mainburg um Mietobjekte gehandelt habe, hätte ein potentieller Nachfolger den Hauptsitz kaufen müssen, der Investitionsbedarf wäre dort also wesentlich höher gewesen.

Das Autohaus Straub hatte im Dezember vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Gegenüber den lokalen Medien nannte Inhaber Karl Straub, der auch für die CSU im Landtag sitzt, damals einerseits Einbußen durch die Diesel-Problematik als Ursache für die Zahlungsunfähigkeit. Hauptsächlich habe aber eine unerwartet hohe Steuernachforderung in die finanzielle Schieflage geführt. Der Familienbetrieb Straub hätte in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert und beschäftigte zuletzt 48 Mitarbeiter.

Ärger blüht Straub zusätzlich aus der Nachbargemeinde Rudelzhausen. Wie die Süddeutsche Zeitung am Dienstag berichtete, bereitet deren Verwaltung derzeit eine Strafanzeige gegen das Autohaus vor. Die Gemeinde hatte bei Straub vor der Insolvenz ein Bauhoffahrzeug bestellt und dafür rund 30.000 Euro überwiesen, den Transporter aber nicht erhalten. Ob Anspruch auf Auslieferung des Fahrzeugs oder einen Geldausgleich besteht, wird im Zuge des Insolvenzverfahrens geklärt.

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 Yvonne Simon

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Redakteurin Management & Handel