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Bafa fördert Warnton für Elektroautos mit 100 Euro

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Bislang konnten Fußgänger herankommende Autos durch Geräusche wahrnehmen. Mit der E-Mobilität entfällt diese Sinnesfunktion. Ein zusätzliches System soll Abhilfe schaffen. Wer sich ein „Acoustic Vehicle Alerting System“ zulegt, bekommt nun eine Förderung vom Staat.

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Klassische Autos machen Geräusche, nahende Elektroautos sind dagegen bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum hörbar.
Klassische Autos machen Geräusche, nahende Elektroautos sind dagegen bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum hörbar.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ab sofort fördert der Staat akustischer Warnsysteme für Elektroautos pauschal mit 100 Euro. Das sogenannte Acoustic Vehicle Alerting Systems (AVAS) muss zum Zeitpunkt des Neuwagenkaufs serienmäßig vom Hersteller oder durch eine autorisierte Werkstatt eingebaut worden sein. Die Förderung läuft im Rahmen des nun bis Ende 2020 verlängerten Umweltbonus und wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) durchgeführt.

Das akustische Warnsystem für E- und Hybridautos soll alle Fußgänger, vor allem aber sehbehinderte Menschen und Kinder, vor Unfällen mit den geräuscharm fahrenden E-Autos schützen. Einige Hersteller bieten bereits heute AVAS-Systeme als Ausstattungsoption für ihre Neuwagen an, Pflicht ist es aber aktuell nur für neue Fahrzeug-Typen. Erst ab 2021 müssen alle neu zugelassenen Modelle über eine akustische Warnfunktion verfügen. Eine Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen ist nicht vorgesehen.

Die künstlichen Fahrgeräusche müssen bei Geschwindigkeiten unterhalb von 20 km/h sowie beim Rückwärtsfahren aktiviert sein, bei höherem Tempo machen Wind- und Abrollgeräusche das E-Auto hörbar. Den Klang des Warntons können die Hersteller grundsätzlich frei gestalten. Allerdings gibt es diverse Vorgaben zu Hörbarkeit und Identifizierbarkeit.

Der Fördertopf des Bafa ist noch gut gefüllt, da seit dem Start der Förderung vor drei Jahren erst 120.000 Förderanträge gestellt wurden. Die Mittel sind auf mehr als das Doppelte ausgelegt. Bis zum 31. Mai waren beim Bundesamt 79.200 Anträge für reine Batteriefahrzeuge eingegangen sowie 40.800 für Plug-in-Hybride. Dazu kamen noch 69 Brennstoffzellenfahrzeuge.

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