BCA wappnet sich für 2010

Autor / Redakteur: Stephan Richter
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160.000 verkaufte Fahrzeuge in 2010. So lautet der Plan der BCA Autoauktionen GmbH. Laut Katja Pfennig und Henning Boonen entwickelt sich vor allem der Onlinekanal des Unternehmens sehr gut

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Mit Unternehmen wie BCA Autoauktionen frischen viele Fahrzeughändler nach der Umweltprämie ihre Gebrauchtwagenbestände auf.
Mit Unternehmen wie BCA Autoauktionen frischen viele Fahrzeughändler nach der Umweltprämie ihre Gebrauchtwagenbestände auf.
( Archiv: Vogel Business Media )

Katja Pfennig, Leiterin BCA Online Deutschland, und Henning Boonen, National Buyer Manager, sind seit Juli 2009 für BCA Deutschland tätig. Mit »kfz-betrieb ONLINE« sprachen sie über das Jahr 2009, den Zuwachs im Onlinekanal und die Ziele des Unternehmens für das Jahr 2010, in dem sie 160.000 Fahrzeuge verkaufen wollen.

Redaktion: Wie hat BCA das Jahr 2009 abgeschlossen?

Henning Boonen: Obwohl der Fahrzeugmarkt 2009 aufgrund der Umweltprämie stark vom Neuwagenkauf geprägt war, können wir mit BCA Deutschland auf unser bislang erfolgreichstes Jahr zurückblicken. Insgesamt haben wir 102.172 Einheiten verkauft. Mit einer Verkaufsquote von 71,7 Prozent konnten wir das Ergebnis aus 2008 (70 %) noch toppen. Gerade der reine Onlinekanal ist im Begriff, sich sehr gut zu entwickeln.

Wie haben sich die Fahrzeugauktionen im bisherigen Jahresverlauf entwickelt?

Boonen: Wir sind außerordentlich gut ins Jahr 2010 gestartet, in dem wir 160.000 Fahrzeuge verkaufen wollen. Viele Fahrzeughändler, markengebundene wie auch freie, aktualisieren gerade ihr Bestände und konzentrieren sich nach der Umweltprämie wieder auf das Gebrauchtwagengeschäft und ihre spezifischen Fahrzeugsegmente. Dazu benötigen sie die richtigen Fahrzeuge – die wir ihnen liefern können. Wir haben täglich zirka 3.500 Fahrzeuge in Europa im Bestand.

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Katja Pfennig: Die Mercedes-Benz-Bank und Volvo Car Germany zählen zu unseren neuesten Lieferanten im Onlineverkauf. Wir konnten die Ausschreibungen der beiden Anbieter für uns entscheiden und vertreiben deren Fahrzeuge jetzt europaweit exklusiv. Für Volvo verkaufen wir zunächst ausschließlich an das Volvo-Händlernetz, werden die Verkäufe aber sehr bald auf einen breiten Käuferkreis ausweiten. Ebenso startet im Frühjahr die Nissan-Junior-Gebrauchtwagenbörse bei BCA Online. Im November 2009 haben wir das Angebot bereits auf der Nissan-Händlertagung vorgestellt und ein sehr positives Feedback bekommen; jetzt füllen wir die Börse mit Fahrzeugen.

Welche Auktionen sind für BCA am wichtigsten?

Boonen: Unsere drei Verkaufskanäle sind gleich wichtig: die Auktionen in einem unserer Auktionszentren, die Möglichkeit, über „Live Online“, dem BCA-Internet-Mitbietsystem, an den physischen Auktionen teilzunehmen, sowie die reinen Internetauktionen. Damit bedienen wir unterschiedliche Kundengruppen: Aufkäufer, die ein Fahrzeug genau ansehen und anfassen möchten, bevor sie es ersteigern, und Händler, die regionsübergreifend, meist sogar europaweit, im Internet nach speziellen Modellen oder Segmenten suchen.

Pfennig: Die physischen Auktionen sind nach wie vor wichtig und werden es auch bleiben. Nur wird sich der Anteil in den nächsten Jahren zugunsten der virtuellen Auktionen verringern. Das Kaufen vor Ort ist aber wichtig, um Vertrauen zu Fahrzeugauktionen im Allgemeinen und zu BCA als professionellem Vermarkter aufzubauen – hier können die Kunden zudem unsere Mitarbeiter und die Abläufe kennenlernen. Danach fällt es vielen leichter, im Internet mitzubieten. Im Online-Verkaufskanal sehen wir aber Stand heute das größte Wachstumspotenzial und investieren verstärkt in diese Plattform und die dazugehörige Technik.

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