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Benziner mit Partikelfilter überzeugen im Ecotest nur teilweise

| Autor: Christoph Seyerlein

Der jüngste Ecotest des ADAC zeigt: Benziner mit Partikelfiltern haben mit den Schadstoff-Grenzwerten kaum Probleme. Dennoch erhält keines der sieben untersuchten Autos die bestmöglichen fünf Sterne.

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(Bild: Daimler)

In seinem jüngsten Ecotest hat sich der ADAC Modellen mit Ottopartikelfilter (OPF) gewidmet. Das Fazit des Clubs: Fast durch die Bank hatten die getesteten Fahrzeuge keine Probleme, die Schadstoffgrenzwerte der neuen Norm Euro 6d-Temp einzuhalten. Für Spitzenwertungen hat es aber trotzdem nicht gereicht: Wegen zu hoher CO2-Emissionen erhielt keines der sieben untersuchten Autos die bestmöglichen fünf Sterne.

Der ADAC nahm dieses Mal den BMW 218i Active Tourer, das BMW 230i Coupé, die Mercedes-Benz A-Klasse, den Volvo XC40, den VW Tiguan und den VW Up GTI unter die Lupe. Zum Vergleich war mit dem Suzuki Swift Sport auch ein Fahrzeug ohne OPF dabei. Getestet wurde sowohl auf dem Prüfstand als auch im realen Straßenbetrieb.

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Mit Blick auf die Partikelemissionen fielen die Ergebnisse erfreulich aus: Auf der Straße blieben alle getesteten Modelle bei normaler Fahrweise deutlich unter den Grenzwerten. Auf dem Prüfstand gab es unter Extrembedingungen allerdings einen Ausreißer: der Volvo XC40 riss den erlaubten Partikelgrenzwert von 6x1011 mit einem Wert von 11,5x1011 deutlich. Ebenfalls nicht im grünen Bereich lag hier der Suzuki Swift Sport mit einem Wert von 6,2x1011. Besonders hob der ADAC die Leistungen der beiden VW-Modelle hervor, die in allen Kategorien bei einem Zehntel bis einem Hundertstel des erlaubten Grenzwerts lagen.

Insgesamt belegen die Ergebnisse den Testern zufolge den Trend, dass Hersteller ihre Systeme nicht mehr „auf Kante nähen“, sondern durchaus mehr in Reinigungstechnik investieren als unbedingt notwendig. Dieses Fazit hatte der ADAC vor Kurzem auch schon bei einem Ecotest zu Diesel-Modellen gezogen. Der Club wertet das auch als Zeichen dafür, dass nach den jüngsten Abgas-Skandalen doch ein Umdenken in der Branche stattgefunden hat.

Teils ernüchternde Verbrauchswerte

Dennoch hat der ADAC im aktuellen Ecotest auch etwas zu bemängeln. Vor allem die hohen Verbräuche und die damit verbundenen CO2-Emissionen kritisieren die Tester. So nennen sie beispielsweise den Testverbrauch der Mercedes-Benz A-Klasse von 6,6 Litern auf 100 Kilometer „ernüchternd“. Die Bilanz des Volvo XC40 mit 8,6 Litern bezeichnet der ADAC sogar als „ein Trinkgelage“.

Und so gibt es trotz guter Partikelwerte kein einziges Mal fünf Sterne im aktuellen Ecotest. Für die A-Klasse und den VW Up GTI spricht der ADAC mit vier Sternen aber zumindest nach den Testkriterien eine Kaufempfehlung aus. Der Volvo XC40 bildet dagegen mit zwei Sternen das Schlusslicht.

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