DAT-Barometer Benzinpreise treiben die Elektrokäufe mehr an als die E-Prämie

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Von der Deutschen Automobil Treuhand gibt es aktuelle Zahlen zu den Kaufabsichten der Verbraucher in Zeiten entgleisender Spritpreise und Elektro-Förderversprechen der Politik. Die Konsumenten reagieren teils widersprüchlich.

Auch wenn sich die staatliche Elektroprämie noch nicht so stark wie erhofft auswirkt, gewinnen die alternativen Antriebe bei den Verbrauchern an Bedeutung. (Bild:  Daimler)
Auch wenn sich die staatliche Elektroprämie noch nicht so stark wie erhofft auswirkt, gewinnen die alternativen Antriebe bei den Verbrauchern an Bedeutung.
(Bild: Daimler)

In den ersten Monaten dieses Jahres hat die staatliche Förderprämie für neue E-Autos bei der Mehrheit der Autokaufplaner nicht zu vermehrten tatsächlichen Käufen geführt, sondern die Menschen warten ab, bis die Prämie beantragt werden kann. Das ist ein Ergebnis des aktuellen DAT-Barometers der Deutschen Automobil Treuhand (DAT).

Wie die DAT allerdings betont, beschäftigten sich die Verbraucher trotzdem generell mehr mit der E-Mobilität: Die Hälfte aller Personen, die zum Zeitpunkt der Erhebung einen Neuwagenkauf geplant haben, beschäftigten sich intensiver als bisher mit Elektro-Fahrzeugen. Wegen der zurzeit hohen Kraftstoffpreise waren es sogar knapp 60 Prozent. Parallel dazu stiegen nicht nur die privaten BEV-Neuzulassungen, sondern auch die vollelektrischen Besitzumschreibungen. Von Januar bis März wurden rund 77.000 BEV-Besitzumschreibungen gezählt, das waren mehr als die privaten BEV-Neuzulassungen in diesem Zeitraum.

Die oben stehende Grafik zeigt, dass sich die erhofften Impulse durch die angekündigte Elektroprämie in Grenzen halten. Die Mehrheit der Konsumenten, die ein neues Fahrzeug anschaffen wollen, will nach wie vor abwarten. Nur etwa jeder fünfte Autokaufplaner – egal ob dieser ein BEV oder eine andere Antriebsart in Erwägung zieht – hat bereits vor der Beantragung sein Fahrzeug bestellt oder erworben.

Nichtsdestotrotz zeigen die aktuellen Daten, dass der rein batterieelektrische Antrieb für die Befragten, bei denen gerade der Kauf eines Neuwagens ansteht, in den Fokus rückt. Etwas über 40 Prozent können sich vorstellen, ein BEV zu kaufen. Steht dagegen ein Gebrauchtwagenkauf an, „passt häufig E-Mobilität noch nicht“ – so die Aussage von etwas über der Hälfte der Gebrauchtwagenkaufplaner. Die Anzahl derer, die Elektromobilität generell ablehnen, liegt bei Gebrauchtwagenkaufplanern mit 31 Prozent in etwa doppelt so hoch wie bei Neuwagenkaufplanern.

Für die Befragung privater Pkw-Kaufplaner wurde im Auftrag der DAT eine repräsentative Stichprobe von 1.013 Online-Interviews von GfK NIQ im Zeitraum 20.–27.03.2026 durchgeführt.

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