BMW-Chef Zipse spricht sich für autofreie Innenstädte aus – und für SUVs

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Mit dem eigenen Auto in die Stadt zum Einkaufen fahren? Aus Sicht von BMW-Chef Oliver Zipse ist das unnötig. Von Städten fordert er in dem Zusammenhang eine intelligentere Planung. Die Kritik an SUVs weist der Manager dagegen entschieden zurück.

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Oliver Zipse
Oliver Zipse
(Bild: BMW)

BMW-Chef Oliver Zipse befürwortet weniger Verkehr in den Zentren großer Städte. „Ich finde die Idee einer autofreien Innenstadt erstrebenswert“, sagte der 55-Jährige der „Süddeutschen Zeitung“. Das sei eine Frage der intelligenten Stadtplanung. „Wieso muss jemand, der nur einkaufen geht, mit dem eigenen Auto reinfahren? Das ist kein Gewinn.“ Er selbst fahre in München nach Möglichkeit privat mit der U-Bahn.

Von der Stadt, in der BMW seinen Hauptsitz hat, erhofft sich Zipse eine bessere Planung. In dem Zusammenhang passiere zu wenig. „Zum Beispiel bekommen Sie die öffentliche Verwaltung nicht dazu, ihre Daten preiszugeben, die man zu einer intelligenten und vernetzten Verkehrsplanung braucht“, kritisierte der BMW-Manager. „Es gibt Städte, da geht das hervorragend – in München geht es leider noch nicht.“

SUV-Debatte ist in Zipses Augen „Panikmache“

Die von vielen kritisierten großen Autos nimmt Zipse dagegen in Schutz. „Die hämische SUV-Debatte ist Panikmache, die nichts mit der Realität zu tun hat“, erklärte der BMW-Manager. „Der 15 Jahre alte Kombi ist da doch der viel größere Klimasünder.“

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