Quartalsbilanz BMW fährt in der Chipkrise Rekordgewinn ein

Autor Andreas Wehner

Obwohl der Konzern zuletzt weniger Autos verkaufte, stieg der Umsatz und es blieb deutlich mehr hängen. Entsprechend positiv sind die Erwartungen der BMW-Führung für das Gesamtjahr.

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(Bild: BMW)

Trotz der Chipkrise hat BMW im letzten Quartal mehr Geld verdient. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,4 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekordwert.

Der Umsatz des Konzerns stieg um 4,5 Prozent auf 27,47 Milliarden Euro – und das obwohl das Unternehmen weniger Autos seiner drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkaufte. Der Absatz war von Juli bis September um 12,2 Prozent auf 593.000 Einheiten gesunken.

Die Halbleiterkrise wirkt sich auch bei BMW aus. Lieferschwierigkeiten sorgen für eine rückläufige Produktion. Der Autobauer konzentriert sich jedoch stärker auf hochpreisige Modelle. Zudem sind die Rabatte aufgrund der Fahrzeugknappheit zurückgegangen.

Die für den Autobauer wichtige Ebit-Marge im Automobilgeschäft lag im vergangenen Quartal bei 7,8 Prozent und im bisherigen Jahresverlauf insgesamt sogar bei 11,3 Prozent. Für das Gesamtjahr hatte der Autobauer erst kürzlich seine Prognose auf 9,5 bis 10,5 Prozent angehoben. Diese Erwartungen bestätigte der Autobauer. Der Absatz soll nach Angaben des Autobauers „solide“ und das Konzernergebnis „signifikant“ über den Werten des Vorjahres liegen.

Zipse fordert schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur

Für die Zukunft setzt der Konzern auf Elektromobilität. Anfang der 2030er-Jahre sollen alle Konzernmarken vollelektrisch sein. Konzernchef Oliver Zipse mahnte jedoch einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur an in Deutschland und ganz Europa an. „Schon heute übersteigt das Wachstum bei Elektroautos das Wachstum der Ladekapazitäten in Deutschland um Faktor 5“, sagte Zipse. In einigen EU Staaten existiere kein richtiges Ladesäulen-Netz.

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