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BMW-Händler stärken VDB-Vorstand den Rücken

| Autor: Andreas Wehner

Der BMW-Händlerverband geht mit breiter Unterstützung aus der Handelsorganisation in die Gespräche mit dem Hersteller über die strittigen Punkte der neuen, seit 1. Oktober gültigen Händlerverträge.

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(Bild: Wehner/kfz-betrieb)

Der BMW-Händlerverband hat für die Gespräche mit dem Hersteller über die strittigen Punkte der neuen Verträge die breite Unterstützung der Mitglieder. Die außerordentliche Mitgliederversammlung habe dem Vorstand „mit überwältigender Mehrheit das volle Vertrauen ausgesprochen“, teilte der Verband Deutscher BMW-Vertragshändler (VDB) am Freitag mit. Die Händler hatten sich am Dienstag in Hanau getroffen.

Die privaten deutschen BMW-Händler und -Servicepartner hätten dem Präsidium das vollumfängliche Mandat erteilt, mit dem Hersteller die Gespräche über die umstrittenen Verträge fortzuführen und die Konditionen zu allen wichtigen Sachfragen auszuhandeln.

Vorausgegangen war ein Streit zwischen Handel und Hersteller um die neuen Händlerverträge, die nach Ansicht des Handels in wesentlichen Punkten die eigenen Interessen missachteten. Nachdem BMW Dialogbereitschaft gezeigt hatte, empfahl der VDB die Unterzeichnung der Verträge unter der Voraussetzung, über strittige Punkte Gespräche zu führen.

Das soll nun geschehen. Die Mitglieder erwarteten vom Hersteller nun die Aufnahme des Dialogs „mit dem Ziel, konkrete Vereinbarungen in zahlreichen noch offenen Fragen zu treffen“, heißt es in der Mitteilung des VDB.

Viele offene Fragen

Dabei gehe es in erster Linie um das neue Leasingfinanzierungsmodell der BMW-Bank, das der Handel in der vorgelegten Fassung nicht akzeptieren würde. Die Händlerbonifikation der Herstellerbank sei dagegen angenommen worden, allerdings nur für eine Laufzeit von einem Jahr, statt wie gewünscht für zwei Jahre. Zudem gebe es viele offene Fragen in der Nutzung der Kundendaten.

Die Händler hätten auf der Mitgliederversammlung zudem die angespannte wirtschaftliche Situation beklagt. Es sei nicht möglich, noch weitere Leistungen ohne entsprechende Vergütung oder Beteiligung des Herstellers zu übernehmen.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«