BMW-Rhein-Gruppe übernimmt AWG Wächter
Das Familienunternehmen stärkt seine Position unter den fünf größten deutschen BMW-Händlern. Mit der im Herbst wirksamen Übernahme baut die Gruppe ihre Stellung in Mainfranken aus.
Mit Wirkung zum 1. Oktober wächst die Autohausgruppe Rhein (BMW und Mini) um zwei weitere Standorte in Mainfranken. Dann gehen die Betriebe der AWG Auto Wächter GmbH an den familiengeführten Autohausverbund mit einem Einzugsbereich vom Bodensee bis in den Großraum Würzburg über. AWG Wächter betreibt derzeit zwei Autohäuser in Schweinfurt und Gerolzhofen sowie den Schweinfurter Autoservice Bach.
Mit der Übernahme rundet die Rhein-Gruppe ihre Marktstellung im Großraum Würzburg ab. Zuletzt war Rhein in diesem Gebiet Ende 2007 beim BMW-Händler Tief-Dörfler eingestiegen, der damals noch zwei Betriebe 20 Kilometer südlich und östlich von Würzburg betrieben hatten. Ein Jahr später wurden die Betriebsstätten dann in einem Neubau zusammengefasst, der noch heute unter dem Traditionsnamen Tief-Dörfler firmiert.
Mit dem Einstieg bei Wächter wächst die Rhein-Gruppe auf 14 Standorte an und baut damit ihre Position als einer der fünf größten BMW-Händler in Deutschland aus. Das Ziel der „Marktarrondierung“ verdeutlichte Geschäftsführer Ralf Rhein bei der Verkündung der Pläne ganz offen: „Wir wollen unsere starke Marktposition nutzen, um das eine oder andere Auto mehr zu verkaufen“, zitiert ihn die Regionalzeitung „Main-Post“. Der bisherige Inhaber von Auto Wächter, der 62-jährige Helmut Wächter, werde dem neuen Eigentümer noch einige Zeit beratend zur Verfügung stehen, „um einen harmonischen Übergang zu garantieren“. Den Namen Wächter werden die beiden neuen Standorte ablegen.
Für den Standort Schweinfurt kündigte Geschäftsführer Ralf Rhein spätestens im kommenden Jahr Investitionen in nicht näher bezifferter Höhe an. An diesem Standort will er insbesondere das Gebrauchtwagen-Angebot aufstocken und den Service ausbauen. Rhein machte klar, dass er „alle Vorteile einer großen Autohandelsgruppe nutzen“ will. Den Interessenten stünden dann ab Lager etwa 1000 Neu- und 1500 Gebrauchtfahrzeuge zur Verfügung, die ihnen auf Wunsch binnen 24 Stunden zur Verfügung stellen.
Inklusive der 93 AWG-Mitarbeiter wächst die Rhein-Belegschaft auf rund 850 Beschäftigte. Der jährliche Gesamtumsatz liegt bisher bei rund 500 Millionen Euro.
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