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BMW startet Airbagrückruf für weitere 480.000 Einheiten

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

In Deutschland erfordert das Takata-Debakel erneut eine Kontrolle über 95.000 älterer 5er und X5. Für eine Reparatur kommen laut Hersteller aber nur Modelle mit umgerüsteten Lenkrädern infrage.

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Die Baureihen E39 und E53 müssen in die BMW-Werkstätten.
Die Baureihen E39 und E53 müssen in die BMW-Werkstätten.
(Bild: BMW)

BMW überprüft weltweit an weiteren 480.000 Fahrzeugen der 5er-Reihe und des X5 die Fahrerairbags. Es handele sich um eine Erweiterung von Rückrufen der Jahre 2015 und 2017, erklärte ein Sprecher in München auf Anfrage. Es müsse kontrolliert werden, ob in den bis zu 18 Jahre alten Fahrzeugen ein anderes als das serienmäßige Lenkrad verbaut sei. In einem solchen Fall könne auch ein potenziell gefährlicher Gasgenerator mit Ammoniumnitrat ohne Trocknungsmittel enthalten sein, sagte er.

Wie schon mehrfach berichtet, droht bei Fahrzeugen, die mit einem Airbag des inzwischen insolventen japanischen Zulieferers Takata ausgestattet sind, ein Bersten des Gasgenerators bei Airbagauslösung. Austretende Metallteile könnten Fahrzeuginsassen dann schwer oder gar tödlich verletzen. Es seien aber keine Unfälle diesbezüglich „bei diesen betroffenen Modellen bekannt“, sagte der Sprecher.

In Deutschland müssen 95.164 Einheiten der Baureihen E39 (Bauzeitraum September 2000 bis September 2004) und E53 (April 2000 bis September 2003) zu einem maximal eine Stunde dauernden Werkstattaufenthalt. Beim überwiegenden Teil der Fahrzeuge sei es aber mit einer kurzen Kontrolle getan, betonte der Sprecher. Die Partnerbetriebe speichern die Durchführung der Maßnahme „0032790200“ anschließend in den BMW-internen Datenbanken.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist