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Bosch testet Kinderwagen im Windkanal

| Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Die Fortbewegung des Nachwuchses fällt nicht immer leicht. Doch Eltern können künftig Bosch vertrauen. Die Stuttgarter elektrifizieren derzeit einen schwedischen Kinderwagen.

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Hilfe vom E-Antrieb, Verwaltung per App: Bosch elektrifiziert und digitalisiert den Kinderwagen.
Hilfe vom E-Antrieb, Verwaltung per App: Bosch elektrifiziert und digitalisiert den Kinderwagen.
(Bild: Bosch)

Bosch will ein weiteres weit verbreitetes Fortbewegungsmittel elektrifizieren: den Kinderwagen. Nach Fahrrädern, Tretrollern und Autos haben sich die Stuttgarter dieses Fahrzeugs für eine zugegebenermaßen sehr spezielle Zielgruppe angenommen – und ein Assistenzsystem für Kinderwagen mit einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung entwickelt.

Neben Schiebeunterstützung und automatischer Bremsfunktion gehören beispielsweise die Vernetzung per Smartphone-App, eine Alarmfunktion sowie verschiedenste Hightech-Sensoren dazu. Getestet wurde das Produkt natürlich auf Herz und Nieren im Windkanal. Selbst wenn 60 km/h Windgeschwindigkeit am Kinderwagen zerren, hält der E-Antrieb das Gefährt stabil am Platz. Premiere feiert die Technik 2020 bei einem Modell des schwedischen Herstellers Emmaljunga.

Entspannung für die Eltern: Der Kinderwagen E-Stroller soll künftig mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet sein.
Entspannung für die Eltern: Der Kinderwagen E-Stroller soll künftig mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet sein.
(Bild: Bosch)

Preise sind noch nicht bekannt. Doch die Kinderwagen von Emmaljunga liegen im gehobenen Preissegment. Bereits ohne Elektro-Unterstützung werden für einen Einsitzer in vergleichbarer Ausführung mindestens 1.000 Euro fällig.

Zwei Elektromotoren als Antrieb

Den Antrieb übernehmen jeweils zwei E-Motoren an der Hinterachse, der herausnehmbare Akku stammt aus herkömmlichen Bosch-Werkzeugen und steckt in einem abschließbaren Fach. Seine Kapazität soll für 15 Kilometer lange Spaziergänge reichen, alternativ lässt sich ein Teil der Energie auch für das Aufladen von Smartphone und Co. nutzen.

Die Stärke der gewünschten Motorunterstützung wird per App eingestellt. Sensoren registrieren zudem Art sowie Neigung des Untergrunds und passen die Leistung des Systems an: Bergauf schiebt der Antrieb stärker, bergab wird gebremst. Auch wenn der Kinderwagen versehentlich losrollt, greifen die Bremsen ein. Als weitere Sicherheitsfunktion ist ein Diebstahlwarner an Bord, der auf dem Smartphone Alarm auslöst, wenn der Kinderwagen unbefugt bewegt wird.

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