Digitalisierung Bosch vernetzt Kleinflotten mit Werkstätten

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer stellt eine Software vor, die kleine Fuhrparks digital an Werkstätten anbindet. Dadurch können Betriebe Servicebedarfe erkennen, bevor der Kunde einen Termin anfragt.

Bosch startet digitales Flotten-Tool „Vehicle Care Assistant“.(Bild:  Bosch)
Bosch startet digitales Flotten-Tool „Vehicle Care Assistant“.
(Bild: Bosch)

Bosch erweitert sein digitales Portfolio für den Independent Aftermarket um den „Vehicle Care Assistant“ (VCA). Die Software dient dazu, Fahrzeuge kleiner und mittlerer Unternehmen digital mit Bosch-Car-Service-Betrieben zu vernetzen. Dies soll Wartungsbedarfe frühzeitig erkennbar machen und die Terminplanung präzisieren, um unvorhergesehene Standzeiten für Fuhrparkbetreiber zu reduzieren.

Die technische Anbindung erfolgt entweder über die bereits vorhandene Fahrzeugkonnektivität oder mittels eines OBD-Dongles. Das Tool übermittelt laut Anbieter relevante Fahrzeugdaten wie Kilometerstände, Reifendruck, Serviceintervalle sowie aktuelle Warnmeldungen an die betreuende Werkstatt. Auf dieser Datenbasis können Betriebe den Fahrzeugzustand ihrer Kunden überwachen und proaktiv Service-Termine einbuchen.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Betriebe mit kleineren Fuhrparks, etwa Handwerker oder Lieferdienste, die nicht über professionelle Flottenmanagement-Systeme verfügen. Bosch zufolge erhöht die Anwendung die Transparenz über den Fahrzeugzustand und verringert den Verwaltungsaufwand für die Flottenbetreiber.

Für die teilnehmenden Werkstätten ergeben sich aus der digitalen Anbindung neue Möglichkeiten in der Kundenbetreuung. Durch die frühzeitige Erkennung von Servicebedarfen lässt sich nach Angaben von Bosch die Werkstattauslastung besser steuern. Elena Orti, Projektleiterin des Vehicle Care Assistant, sieht in dem Tool eine Möglichkeit für Werkstätten, sich als langfristige Mobilitätspartner für lokale Unternehmen zu positionieren und die Kundenbindung zu stärken.

Der neue Service ist ab sofort in Deutschland sowie in Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und dem Vereinigten Königreich verfügbar. Eine schrittweise Einführung in weiteren europäischen Ländern ist nach Konzernangaben geplant.

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