Diagnose Bosch will Zusatzaufwand für Werkstätten minimieren

Autor: Steffen Dominsky

Erst war es nur Fiat Chrysler und mancher Mercedes. Doch nun kommt neben Renault/Dacia auch Volkswagen mit einem Security Gateway um die Ecke. Bosch löst das „Problem“ deshalb demnächst mit einem neuen Baustein seiner Diagnosesoftware.

Ein Schlüssel für "alle" mit einem Security Gateway geschützten Fahrzeuge: Das verspricht das neue Modul SDA innerhalb der Esitronic von Bosch. Es übernimmt sogar eventuelle Bezahlvorgänge gegenüber OEMs.
Ein Schlüssel für "alle" mit einem Security Gateway geschützten Fahrzeuge: Das verspricht das neue Modul SDA innerhalb der Esitronic von Bosch. Es übernimmt sogar eventuelle Bezahlvorgänge gegenüber OEMs.
(Bild: Bosch)

Du kommst hier nicht rein!“ Den Satz hat fast jeder selbst schon mal gehört, neulich oder damals, Samstagabend, an der Tür zur Disco – oder zum Club, wie man heute sagt. Doch nicht nur in Sachen Freizeitgestaltung fühlt(e) sich der eine oder andere eingeschränkt. Auch im beruflichen Umfeld, sprich im kfz-technischen Servicegeschäft, werden Inhaber und Mitarbeiter freier Werkstätten immer öfter diskriminiert – zumindest empfinden etliche das so.

Schließlich machen immer mehr Fahrzeughersteller dicht. Genauer gesagt die OBD-Dose ihrer Fahrzeuge. Damit unterbinden sie den bislang im Prinzip ungehinderten Zugang zu relevanten Fahrzeuginformationen und -funktionen im Rahmen von Wartungs- und Reparaturarbeiten. All das geschieht offiziell unter der Prämisse, Fahrzeuge datensicher(er) zu machen, das heißt, sie vor Hackern oder nicht berechtigten Personen („Hobbybastlern“) zu schützen. Dass man damit auch der aus Herstellersicht unliebsamen freien Konkurrenz ein Bein stellt, nimmt man sicher billigend in Kauf.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group