BRV sieht Stagnation auf dem Reifenmarkt

Absatz von Pkw-Reifen pendelt sich bei rund 40 Millionen Stück ein

| Autor: Jan Rosenow

Der Reifenabsatz lahmt: 2016 gab es wieder einen leichten Rückgang.
Der Reifenabsatz lahmt: 2016 gab es wieder einen leichten Rückgang. (Bild: Jan Rosenow)

Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) hat Marktzahlen zum Reifenersatzgeschäft in Deutschland im Jahr 2016 veröffentlicht. Zum siebten Mal in Folge musste die Branche einen Absatzrückgang verkraften, wenn auch nur marginal um minus 0,5 Prozent. Insgesamt fanden 40,6 Millionen Pkw-Reifen einen Käufer (2015: 40,8 Millionen). Hinzurechnen muss man die 4,14 Millionen Offroad-Reifen, die überwiegend auf SUVs verwendet werden. Dieses Segment wächst seit Jahren, wenn auch mit sinkender Wachstumsrate. Im Segment Leicht-Lkw konnten 3,35 Millionen Reifen abgesetzt werden.

Auf dem Pkw-Markt wurden auch 2016 wieder deutlich mehr Sommer- als Winterreifen abgesetzt (22 Millionen zu 18,6 Millionen). Hierbei ist aber zu beachten, dass der BRV Ganzjahresreifen nicht gesondert ausweist, sondern den Sommerreifen zuschlägt. Deren Anteil wächst: In der jüngsten „Trend-Tacho“-Umfrage von »kfz-betrieb«, KÜS und BBE Automotive gaben beispielsweise 25 Prozent der Befragten an, als nächstes Ganzjahresreifen kaufen zu wollen.

Das Onlinegeschäft stagniert bei 9,4 Prozent

Bei den Marktanteilen der einzelnen Distributionskanäle gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen. Das ist insbesondere mit Hinblick auf den Onlinehandel interessant, dessen Marktanteil im B2C-Geschäft laut BRV bei 9,4 Prozent stagnierte. Zwar informieren sich immer mehr Verbraucher vor dem Kauf im Internet über Preise und Produkte, kaufen dann aber weiterhin im stationären Handel.

Der Marktanteil der Kfz-Betriebe im Reifenersatzgeschäft lag 2016 bei 24,1 Prozent (markengebundene Autohäuser) plus 17,3 Prozent (Freie Werkstätten). Der Reifenfachhandel lag mit 42,3 Prozent knapp in Front. Fachmärkte, Tankstellen und Baumärkte liegen bei knapp 7 Prozent. Diese Zahlen beruhen auf einer neuen Berechnungsmethode, die besonders das Flotten- und Leasinggeschäft besser abbilden soll, und sind deshalb mit den Zahlen der Vorjahre nicht vergleichbar.

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