Caravaning-Branche Bürstner bereinigt sein Produktportfolio drastisch

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Bürstner wagt einen radikalen Schnitt und schmeißt alle aktuellen Wohnwagen und Reisemobile aus dem Programm: Das neue Management hält die Produktpalette für zu groß und zu beliebig. Nun gibt es erste Infos zu den Nachfolgern mit klangvollen Modellnamen.

Der neue Signature, der sich an die treue Teilintegrierten-Klientel bei Bürstner wendet, feiert auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf Premiere.(Bild:  Bürstner)
Der neue Signature, der sich an die treue Teilintegrierten-Klientel bei Bürstner wendet, feiert auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf Premiere.
(Bild: Bürstner)

Der Campingfahrzeughersteller Bürstner tauscht seine komplette Modellpalette aus. Ein radikaler Neustart, wie es ihn in der Caravaning-Branche so bisher noch nie gegeben hat. Kein einziger aktueller Wohnwagen und kein Reisemobil wird zum Modelljahr 2026 noch angeboten. Allein bei den Wohnmobilen betrifft das Aus 15 Baureihen mit insgesamt 48 verschiedenen Grundrissen.

Künftig wird es weder Alkoven-Modelle noch Integrierte geben. Auch Campingbusse verschwinden. Stattdessen nimmt der Hersteller aus Kehl die drei völlig neuen Baureihen Papillon, Habiton und Signature ins Programm. Das im Herbst 2024 installierte neue Management geht den Schritt, weil es die Produktpalette für zu groß und zu beliebig hält. Auch mit hausbackenem Design und angestaubtem Marketing soll Schluss sein.

Die drei neuen Baureihen sollen auf dem Caravan-Salon Ende August Premiere feiern. Den Einstieg markiert der Bürstner Papillon, ein Camper-Van auf Basis des Fiat Ducato mit 120-PS-Diesel, einfacher Ausstattung und einem günstigen Startpreis von 40.000 Euro. Darüber rangiert der mindestens 73.000 Euro teure Kastenwagen Habiton auf Mercedes-Sprinter-Basis, der mit einem neuartigen verschiebbaren Waschraum aufwartet. In der Tageskonfiguration befindet sich die Nasszelle auf der Fahrerseite hinter der großzügigen Vierer-Sitzgruppe vorn und ragt weit ins linke Bett hinein. Für die Schlafstellung werden Zweier-Sitzbank und Tisch zusammengeschoben, die Kabine nach vorn gerückt und ein Zusatzteil am Bett heruntergeklappt.

Der Dritte im Bunde ist der Signature, der sich an die treue Teilintegrierten-Klientel bei Bürstner wendet und Vielfalt mit einem auf maximale Variabilität angelegten Konzept ermöglichen will. Er wird Anfang 2026 zunächst mit dem Fiat Ducato als Basisfahrzeug zu Preisen ab 77.000 Euro ins Rennen geschickt. Einige Monate später soll es noch eine 10.000 Euro teurere Sprinter-Variante geben. Um bis dahin nicht im luftleeren Raum agieren zu müssen, führt Bürstner noch im Juli drei B66-Sondermodelle zu Preisen ab 60.000 Euro ein, die, noch basierend auf den Auslaufmodellen, mit üppiger Ausstattung und günstigen Preisen die Kundschaft anlocken sollen.

Nicht weniger radikal verläuft die Neuausrichtung bei den Wohnwagen. Hier wird die Produktpalette lediglich von einem B66-Sondermodell aus der Averso-Baureihe in acht Grundrissen ersetzt und der Einstiegspreis um 5.000 Euro auf 25.000 Euro gesenkt. Wie es bei den Caravans weitergeht, hat Bürstner noch nicht verraten.

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