Nutzfahrzeuge Bund fördert nur neue Lkw mit Abbiege-Assistenten

Autor: Andreas Grimm

Um die Emissionen der Nutzfahrzeugflotte zu verringern, wird die Neuanschaffung schadstoffarmer Lkw vom Bund bezuschusst. Bei der Modellwahl sind allerdings einige emissons- wie sicherheitstechnische Voraussetzungen zu beachten.

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Kampf dem toten Winkel: Die Anschaffung neuer, emissionsarmer Nutzfahrzeuge wird staatlich gefördert – wenn Abbiege-Assistenten verbaut sind.
Kampf dem toten Winkel: Die Anschaffung neuer, emissionsarmer Nutzfahrzeuge wird staatlich gefördert – wenn Abbiege-Assistenten verbaut sind.
(Bild: Netto/Schaarschmidt)

Die Anschaffung moderner Lkw der Abgasstufe Euro VI wird ab sofort mit bis zu 15.000 Euro bezuschusst. Das Bundesverkehrsministerium hat am Montag mit der Veröffentlichung der Förderrichtlinie den Startschuss für das nationale Flottenerneuerungsprogramm für schwere Lkw gegeben. Der Zuschuss fließt aber nur unter bestimmten Umständen.

Notwendig ist einerseits, dass für die Neuanschaffung gleichzeitig ein altes, konventionell dieselbetriebenes Nutzfahrzeug der Abgasstufen Euro 0 bis Euro V/EEV verschrottet wird. Mit diesem Schritt will das Verkehrsministerium die CO2-Emissionen der Nutzfahrzeugflotte senken und der Wirtschaft einen spürbaren Impuls zu verleihen, heißt es in einer Erklärung. . Das Programm erfasst auch den Erwerb elektro- oder wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge.

Neue Förderrichtlinie soll Verkehrssicherheit erhöhen

Darüber hinaus ist für die Käufer wichtig zu wissen, dass der Zuschuss nur fließt, wenn der Lkw mit rollwiderstandsoptimierten Reifen und einem Abbiegeassistenten ausgestattet ist. Mit letzteren Systemen sollen Unfälle von Lastwagen etwa mit Radfahrern verhindert werden. „Überdies erhöhen wir mit der neuen Förderrichtlinie auch die Verkehrssicherheit“, heißt es weiter.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßte den Start des neuen Programms. Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge sei wegen der Corona-Pandemie in Deutschland im vergangenen Jahr um rund 29 Prozent eingebrochen. Dadurch habe sich auch die Verbreitung kraftstoffeffizienter und umweltschonender moderner Lkw verzögert, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands

Die Bundesregierung hatte im November bei einem Spitzentreffen mit der Wirtschaft weitere milliardenschwere Hilfen angekündigt, um die deutsche Autoindustrie durch die Corona-Krise zu tragen und den Wandel zu klimaschonenderen Fahrzeugen zu beschleunigen. Dazu gehörte, dass eine neue Lkw-Abwrackprämie alte Nutzfahrzeuge von der Straße holen und den Verkauf neuerer Modelle ankurbeln soll. Geplant sind dafür nach früheren Angaben Zuschüsse von insgesamt einer Milliarde Euro.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«