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Calix: Schwedenofen fürs Auto

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Von nichts kommt nichts – diese physikalische Regel gilt auch für die Heizleistung moderner Autos. Eine kostengünstige Alternative zur kraftstoffbetriebenen Standheizung kommt aus dem frostigen Schweden.

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Die bekannteste Bauform, inzwischen gibt es viele weitere.
Die bekannteste Bauform, inzwischen gibt es viele weitere.
(Foto: Calix)

Der schwedische Hersteller Calix bietet ein Komplettprogramm zur elektrischen Fahrzeugvorwärmung. Die kleinen Tauchsiederelemente gibt es in vielen typspezifischen Einbausätzen. Da an modernen Motorgenerationen oftmals geeignete Froststopfen fehlen oder nicht mehr zugänglich sind, bietet Calix diverse Einbaulösungen für Kühlwasserschläuche oder direkt mit Motorkühlrippen verschraubte Heizelemente. Das System ist modular aufgebaut, über die reine Motorvorwärmung hinaus kann ein Innenraumheizlüfter oder auch ein Lader für die Bordbatterie integriert werden. Dabei findet kein komplizierter Eingriff in die Lüftungselektronik statt, auch die Bordbatterie wird nicht belastet. Weiterhin punkten die Einbausätze nicht nur mit geringen Montagekosten und einem vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreis: Im Gegensatz zu kraftstoffverbrennenden Standheizungen darf das Calix-System auch in geschlossenen Garagen verwendet werden.

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Neben einer reinen funkbasierten Ein-/Ausschaltfernbedienung für den Schlüsselbund gehört auch eine programmierbare Timerlösung zum Zubehörangebot.

Warmstart senkt Verbrauch und Verschleiß

Laut Hersteller macht sich das System bereits nach kurzer Zeit über den verminderten Kraftstoffverbrauch in der jetzt stark abgekürzten Warmlaufphase bezahlt. So soll das System bei einem Start bereits bei null Grad etwa einen halben Liter Kraftstoff einsparen, bei tieferen Minusgraden sind bis zu ein Liter möglich. Entsprechend sinkt auch der Schadstoffausstoß.

Vorteile:

  • günstige Anschaffungskosten
  • schneller Einbau in ein bis zwei Stunden
  • geringerer Motorverschleiß
  • Bordbatterie wird nicht belastet
  • LPG-Anlagen schalten schneller ein
  • Betrieb in Garagen erlaubt
  • Anlage weitgehend übernehmbar bei Fahrzeugtausch
  • geringe Betriebskosten, kein Kraftstoffverbrauch
  • keine Geruchsbelästigung durch Abgase

Nachteile:

  • Zugang zu Stromnetz erforderlich
  • längere Aufheizzeiten durch geringere Leistung

Die Basiseinbausätze umfassen die Anschlusskabel und den Motorheizer. Sie kosten je nach Typ zwischen etwa 130 und 250 Euro. Eine ausführliche Online-Produktsuche auf der Webseite des Importeurs erleichtert die Zuordnung.

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