Aftersales Carglass darf Teile des Autoglasgeschäfts von ATU erwerben

Autor: Viktoria Hahn

Das Bundeskartellamt hat den geplanten Erwerb des deutschen Autoglasgeschäfts von ATU durch Carglass freigegeben. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Bald soll es weitere Informationen geben.

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(Bild: Carglass)

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben: Die Carglass-Mutter Belron darf das deutsche Autoglasgeschäft von ATU erwerben. Das teilten die Werkstattkette und das Bundeskartellamt jetzt mit.

Auch wenn Carglass seine führende Marktposition als Glasspezialist ausbaue, komme es weder zu einer Marktbeherrschung noch zu einer erheblichen Behinderung des Wettbewerbs, sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Denn: „Zum einen können die Kunden auf alternative Glasspezialisten und freie Werkstätten ausweichen. Zum anderen nutzen sie zu einem großen Teil auch die Kfz-Werkstätten der Autohersteller.“

Engere Zusammenarbeit vereinbart

Im Rahmen der Fusion wollen die beiden Unternehmen künftig außerdem enger zusammenarbeiten. So wird Carglass unter anderem seinen Autoglasservice in ausgewählten ATU-Filialen anbieten. Und der Autoglasspezialist will dafür seinen Kunden die ATU-Werkstattleistungen zugänglicher zu machen.

Weitere Details der Transaktion wollen beide Konzerne im ersten Quartal 2021 bekannt geben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll im zweiten Quartal 2021 vollzogen werden.

Carglass betreibt in Deutschland rund 350 Servicecenter. Zu dem Glasspezialisten gehört seit 2015 zudem das Junited-Autoglas-Netzwerk, das rund 300 Partnerbetriebe umfasst. Das Filialnetz von ATU besteht aus rund 500 Standorten. Das aktuelle Vorhaben betrifft den Angaben zufolge insbesondere das Versicherungs- und Großkundengeschäft.

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Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG