Kfz-Innung Delmenhorst/Oldenburg Carsten Budzinkski wirbt für Zusammenhalt

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

Stabwechsel und frischer Wind in Delmenhorst/Oldenburg-Land: Nach 24 Jahren Amtszeit löst Carsten Budzinski den bisherigen Obermeister Günther Brüning ab. Brüning wurde zum Ehrenobermeister ernannt und der neue Vorstand deutlich verjüngt.

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Carsten Budzinski, neuer Obermeister von Delmenhorst/Oldenburg-Land, fordert die Innung zu mehr Zusammenhalt und zu weniger Konkurrenzdenken auf.
Carsten Budzinski, neuer Obermeister von Delmenhorst/Oldenburg-Land, fordert die Innung zu mehr Zusammenhalt und zu weniger Konkurrenzdenken auf.
(Bild: Kfz-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land)

Carsten Budzinski ist neuer Obermeister der Kfz-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land. Der 46-Jährige war bereits seit 2018 stellvertretender Obermeister – auch um sich die Arbeit im Vorstand genau anzusehen. „Ich möchte die Innung zur Marke machen“, kündigte er nun an und betonte, kein Einzelkämpfer zu sein, sondern die Ziele gemeinsam mit dem neuen Vorstand erreichen zu wollen.

Der neue Innungsvorstand umfasst sechs anstatt bisher vier Mitglieder und ist deutlich verjüngt. Mit dem vergrößerten Vorstand will die Innung breiter aufgestellt sein und einen „guten Mix aus Markenbetrieben und freien Betrieben“ bieten, erklärte Budzinski. Zum stellvertretenden Obermeister wählten die Mitglieder Dieter Ordemann, zum Schriftführer/Pressewart Kai Brüning und zum Markenbeauftragten Christopher Reckziegel. Neuer Bezirksmeister wurde Jörg Wührdemann und Lehrlingswart Dirk Kramer.

Innung soll Mehrwert bieten

Es soll etwas Besonderes sein, zur Innung zu gehören, gibt Budzinski in seiner Antrittsrede als Losung für die künftige Innungsarbeit aus. Es soll ein Qualitätsbewusstsein gegenüber dem Kunden und in der Ausbildung vorherrschen.

Facharbeiter werden knapp. Bevor die Betriebe sich gegenseitig zukünftig deshalb ausgelernte Kräfte abwerben, sollten sie lieber selbst ausbilden, erklärt der neue Obermeister. Den Auszubildenden müssen zudem Entwicklungsmöglichkeiten in den Betrieben und im Kfz-Gewerbe aufgezeigt werden, damit sie nicht in die Autoindustrie abwandern.

Auch den Zusammenhalt unter den Mitgliedern will der neue Vorstand stärken. Denn allein komme niemand in seiner Werkstatt zurecht, sagt Budzinski. Wer Autos repariere, stoße immer auch auf Probleme. Dann solle es keine Hemmschwelle geben, den Kollegen anzurufen, so Budzinski.

Denn auch dafür stehe die Innungsmitgliedschaft, die natürlich auch Geld koste. Für ihr Geld erhielten die Betriebe dann aber auch andere Gegenleistungen, unter anderem aktuelle Brancheninformationen und kostenfreie Rechtsberatung, warb der neue Obermeister.

Die Kfz-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land umfasst 54 Betriebe. Die Ausbildungszahlen steigen leicht, aber kontinuierlich an. 2020 starteten 42 Azubis ihr erstes Lehrjahr zum Kfz-Mechatroniker.

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