Chevrolet Corvette: Die Legende lebt

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Obwohl wirklich alles neu ist und Chevrolet nicht der Retro-Versuchung erlegen ist, findet man neben den vier ansatzweise punktförmigen Rückleuchten als Zitat aus den Sechzigern ein weiteres Detail, das einem sattsam bekannt vorkommt: Die Silhouette eines Teufelsrochen, den die Amerikaner „Stingray“ nennen und als Beinamen der besonders gelungenen Corvette-Generationen eingeführt haben. „Dieses Auto ist so heiß, dass es sich nach über 30 Jahren wieder diesen Ehrentitel verdient hat“, schwärmt Reuss bei der Enthüllung.

Was den Chevrolet-Chef so schwärmen lässt, ist neben dem Design die aufwändige Technik, die mittlerweile in der Corvette eingebaut ist. Sie bekommt nicht nur einen Alurahmen sowie ein Dach und eine Motorhaube, die serienmäßig aus Karbon gefertigt sind. Es gibt auch ein aktives Fahrwerk und einen „Drive-Mode-Selector“ für fünf unterschiedliche Abstimmungen für jede Lust und Laune, mit denen zwölf Fahrzeugsysteme von der Motorsteuerung bis zum Cockpitbildschirm modifiziert werden können.

Außerdem ist der Motor nagelneu: Die jüngste Generation des „Smallblocks“ hat 6,2 Liter Hubraum wie eh und je acht Zylinder - allerdings nur bei Vollgas. Denn sobald man den Fuß ein wenig lupft, fährt die Corvette mit Rücksicht auf den noch nicht genannten Verbrauch nur auf vier Töpfen. Der Spaß bleibt beim Sparen aber nicht auf der Strecke, verspricht Juechter. Im Gegenteil: Mit 450 PS, 610 Nm und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in weniger als vier Sekunden sei die Corvette schärfer und stärker als je zuvor.

Die alten Werte bewahren und neue schaffen - nach diesem Motto hat Chevrolet den Generationswechsel auch zur Kurs- und Fehlerkorrektur genutzt. Deshalb ist die Corvette nicht nur internationaler, sondern vor allem auch vornehmer geworden. War der Innenraum bis dato eine triste Plastikwüste, die auch eingefleischten Fans bisweilen den Spaß verderben konnte, haben die Amerikaner nun offenbar ihre Liebe zum Detail entdeckt: Materialien, die toll aussehen und sich gut anfassen, versprechen die Designer und verweisen auf handvernähtes Leder, echtes Aluminium und leibhaftiges Karbon: „Alles, was man sehen und anfassen kann, ist echt“.

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Sie ist schneller und stärker, sparsamer und schlauer, eleganter und edler - nur einen Fehler macht Chevrolet bei der Aufwertung offenbar nicht: Am Preis wollen die Amerikaner kaum drehen. Wie viel genau die neue Corvette kosten soll, werde man zwar erst später erfahren, heißt es bei der Enthüllung: „Doch die Corvette war für einen Supersportwagen immer überraschend erschwinglich und soll das auch bleiben.“

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